In Karlsruhe wurde ein Mann aus Nürnberg positiv auf das Corona-Virus getestet. | Foto: Murat

Zahl im Land steigt auf zwölf

Erster Coronavirus-Fall in Karlsruhe – Diese Tipps können vor einer Ansteckung schützen

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Auch Karlsruhe hat seinen ersten Corona-Fall. Das meldete das Sozial-Ministerium am Freitagmittag in einer Pressemitteilung. Außerdem wurde noch ein Mann aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet.

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Der Mitteilung zufolge stammt der Mann aus Nürnberg und soll sich geschäftlich in Karlsruhe aufhalten. Der positive Test wurde am Freitagmorgen dem Gesundheitsamt Karlsruhe gemeldet. Der Mann wird derzeit in Städtischen Klinikum Karlsruhe medizinisch betreut. Die zuständigen Behörden seien involviert, Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt. Auch die Familie des Mannes soll Symptome aufweisen.

Kongress in der Karlsruher Messe abgesagt

Aus Sicherheitsgründen wurde der Leitungskongress von Willow Creek, einem Netzwerk für Kirchengemeinden, in der Messe Karlsruhe abgebrochen, das bestätigen die Veranstalter. Bei dem positiv getesteten Mann soll es sich um einen geplanten Referenten handeln.

Er war zu keiner Zeit während des Kongresses anwesend, teilt der Veranstalter auf Twitter mit. Er hatte vor dem Kongress aber persönlichen Kontakt mit einigen leitenden Personen, die nun aus Sicherheitsgründen unter Quarantäne stehen. Nach Angaben von Willow Creek waren über 10.000 Menschen dafür angemeldet.

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Der zweite Corona-Fall aus dem Südschwarzwald geht auf einen Mann zurück, der von einer Italienreise zurückgekehrt ist. Er soll sich zuvor in der stark gefährdeten Region rund um die Stadt Bergamo (Lombardei) aufgehalten haben. Der Mann wurde bereits am Donnerstag positiv getestet und befindet sich derzeit in häuslicher Isolation.

Für alle Fragen zum Coronavirus hat das Landesgesundheitsamt im Regierungspräsidium Stuttgart eine telefonische Hotline für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger eingerichtet.
Montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr
Telefon 0711 / 904-39555

Robert-Koch-Institut aktualisiert die Risikogebiete ständig

Das Robert-Koch-Institut (RKI) sieht trotz der Zunahme der Coronavirus-Fälle in Deutschland zwar kein erhöhtes Risiko, rechnet aber mit weiteren Erkrankungen und aktualisiert laufend die Risikogebiete, die vom neuartigen Coronavirus betroffen sind.

Coronavirus-Risikogebiete
Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang. Im Iran: Provinz Ghom. In Italien: Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien. In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang).

Das hat auch Auswirkungen auf Reisende, die aus diesen Gebieten zurückkehren. Laut einer Empfehlung des RKI sollen Menschen, die nach ihrer Einreise aus Gebieten, in denen Fälle vorkommen, innerhalb von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben und beim Husten und Niesen Abstand zu anderen Menschen halten.

Diese Tipps können vor einer Ansteckung schützen:

Hände waschen: Mindestens 20 Sekun­den mit Seife und bis zum Handgelenk, danach sorgfältig abtrocknen.

Niesen und Husten: Nicht in die Hand niesen, sondern in die Arm­beuge oder in ein Taschen­tuch. Letzteres sofort im Müll entsorgen. Beim Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen halten und sich wegdrehen. Danach gründlich die Hände waschen.

Abstand zu erkrankten Menschen halten: Enge ­Kör­per­kon­takte vermeiden, nach dem Kontakt zu Erkrank­ten gründ­lich die Hände waschen und im Krank­heits­fall auf das Hän­de­schüt­teln verzichten.

Nicht ins Gesicht fassen: Augen, Nase und Mund nicht mit den Händen berühren.

Körperkontakt: Händeschütteln und Umarmungen vermeiden.

BNN