Der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup (links) und KSC-Präsident Ingo Wellenreuther übergaben am Montag den neuen Kunstrasenplatz 8.5 in direkter Nähe des Wildparkstadions.
Der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup (links) und KSC-Präsident Ingo Wellenreuther übergaben am Montag den neuen Kunstrasenplatz 8.5 in direkter Nähe des Wildparkstadions. | Foto: Jodo

Neuer KSC-Trainingsplatz

Erstes Etappenziel erreicht

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Die Vorbereitungen für den Umbau des Wildparkstadions und die damit verbundene Umgestaltung des Stadionumfeldes schreitet weiter voran. Am Montag wurde mit der Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes an der Fasanengartenmauer ein erstes sichtbares Etappenziel erreicht. „Wir gehen beim Großprojekt Wildparkstadion einen ersten großen und für die Bevölkerung deutlich sichtbaren Schritt voran“, sagte Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe.

Platz bietet optimale Trainingsbedingungen

Der neue Kunstrasenplatz 8.5 ersetzt den bisherigen Trainingsplatz Drei und wurde federführend vom Städtischen Tiefbauamt geplant und gebaut. Er ist mit einer Fluchtlichtanlage ausgestattet, um Training und Spiele auch in den Abendstunden zu ermöglichen. Ein aufwendiges Drainagensystem sorgt zudem dafür, dass das Regenwasser schnell ablaufen kann.

Gesamtkosten für Stadionumbau liegen bei rund 133 Millionen Euro

Der Bau des neuen Platzes, auf dem schon während der offiziellen Eröffnung eine der KSC-Nachwuchsmannschaften trainierte, kostet rund eine Million Euro. „Daran merkt man, dass der Umbau des Wildparkstadions ein großes Projekt ist, welches auch große Investitionen erfordert“, betonte Mentrup. Die Summe ist jedoch nur ein kleiner Teil der insgesamt rund 113 Millionen Euro, die investiert werden müssen, bis der derzeitige Fußball-Drittligist Karlsruher SC erstmals in seinem neuen Zuhause um Punkte kämpfen kann (die BNN berichteten).

Ehemaliges KIT-Gelände von Beginn an Teil der Planungen

KSC-Präsident Ingo Wellenreuther freut sich indes darüber, dass es gelungen ist, das ehemalige KIT-Gelände jenseits der denkmalgeschützten Fasanengartenmauer mit ins Bauprojekt einzubinden. „Es war klar, dass das Stadionkonzept nur funktioniert, wenn wir diese Fläche hinzubekommen.“ Das Gelände im direkten Umfeld des bereits mehrfach renovierten Wildparkstadions hätte für die großen Pläne nicht ausgereicht, so Wellenreuther weiter. „Unser Ziel ist eine tragfähige Lösung sowohl für den KSC, als auch für die Stadt Karlsruhe.“ Der Kunstrasenplatz besitze eine „Top-Qualität“, betonte der Vereinschef.

Einzäunung müsse noch verbessert werden

Damit dies auch zukünftig so bleibe, müsse jedoch bei der Einzäunung nachgebessert werden, sagte Wellenreuther in Richtung des Oberbürgermeisters. In den vergangenen Tagen habe es bereits Hinweise gegeben, dass sich Unbefugte – vermutlich über die Lärchenallee – Zutritt zum neuen Gelände verschafft hätten. Dies soll zukünftig verhindert werden.

Baubeginn laut Mentrup für Februar kommenden Jahres geplant

Unterdessen wird der Abschluss des Bieterverfahrens und der Vertragsabschluss mit dem sogenannten Totalunternehmer von Seiten der Stadt Anfang kommenden Jahres erwartet, wie Mentrup berichtete. Erst anschließend kann der Öffentlichkeit ein Modell des neuen Stadions präsentiert werden. Auch die Reihenfolge der Abrissarbeiten der alten Tribünen und den damit verbundenen Platzwechsel vieler Dauerkarteninhaber stünde erst nach Vertragsabschluss fest.

Der Baubeginn ist laut Mentrup für Februar kommenden Jahres anvisiert und unabhängig von der sportlichen Entwicklung des derzeit kriselnden KSC, der in der Dritten Liga nur auf dem 14. Tabellenplatz steht. Zumindest die Trainingsbedingungen sind nun wieder etwas besser geworden.

Wie geht es im Stadionumfeld weiter?

den kommenden Monaten am Wildparkstadion. Durch die Eröffnung des Kunstrasenplatzes kann auf dem bisherigen Trainingsplatz Drei hinter der Westkurve des Stadions das neue Amateurstadion gebaut werden. Eine Tribüne mit Platz für bis zu 2 100 Besucher ist dort geplant. Die Bauarbeiten sollen laut Oberbürgermeister Frank Mentrup bereits am kommenden Montag, 9. Oktober, beginnen. Mit einer Fertigstellung sei im Februar 2018 zu rechen.

Der bisherige Standort des Amateurstadions an der Kreuzung Adenauerring/Stutenseer Allee wird zukünftig als Aufstellfläche für die Busse der Gästefans verwendet. Dies sieht das neue Sicherheitskonzept vor.