KIT eSports White auf der Bühne in Köln. | Foto: KIT

League of Legends

eSportler vom KIT gewinnen erneut Hochschulmeisterschaft

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Sie haben es schon wieder getan: KIT SC eSports White, das Star-Team des KIT im Computerspiel „League of Legends“, hat erneut die deutsche Hochschulmeisterschaft gewonnen. Die fünf Spieler setzten sich im Finale wie schon vor einem Jahr gegen die Rivalen aus Bremen durch.

Denkbar knapp war es am Ende, aber von Erfolg gekrönt: Mit 3:2 setzten sich die fünf Spieler im Finale auf der Bühne der Videospielmesse Gamescom in Köln gegen Bremen Rolandoni durch – das gleiche Team, das bereits im letzten Ligafinale im Februar den Karlsruhern unterlegen war. Damit ist KIT SC eSports White zum zweiten Mal hintereinander deutscher Hochschulmeister in „League of Legends“. Die Partien wurden auf der Internetstreaming-Plattform Twitch.TV übertragen. Zu gewinnen gab es für die Gewinner einen Pokal – und insgesamt 4.000 Euro Preisgeld.

Spielszene aus dem Halbfinale gegen Hannover, das die Karlsruher 3:0 für sich entschieden:

Was ist „League of Legends“?
Im Computerspiel „League of Legends“ geht es darum, aus einer Auswahl von virtuellen Figuren mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen ein Team zusammenzustellen und damit die gegnerische Mannschaft auf dem virtuellen Schlachtfeld zu übertrumpfen. „League of Legends“ ist seit Jahren ein beliebtes und überaus erfolgreiches Spiel mit einer lebhaften Profiszene, die zehntausende Zuschauer in der ganzen Welt in die Hallen und vor die Bildschirme zieht.

Der Finalsieg der Uniliga war dabei hart umkämpft: Erst im fünften und letzten Spiel wurde das Match entscheiden, und auch das nur knapp: Die Karlsruher verspielten vor den voll besetzten Besucherrängen in der Kölner Messehalle eine frühe und deutliche Führung und konnten Spiel und Finale am Ende nur durch einen sogenannten „Backdoor“, eine hinterlistige Überfalltaktik, für sich entscheiden.

Mehr zum Thema: Karlsruher eSportler gehören zu den besten Europas

Die fünf Spieler:
Nico Bartels (Spitzname „Logan“, Spieler der Top-Position),
Filip Prentovic (Spitzname „Striker“, Jungler-Position),
Gilles Chen (Spitzname „Jinsh“, Midlaner des Teams),
Bill Hu (genannt „Horyzon“, Spieler auf der Bot-Position)
und Support-Spieler Jan Tomasu (Spitzname „Drag Hyphen“).
Coach des Teams ist Tobias „SixthSense“ Brunke.

Volle Halle in Köln: Das Finale wurde vor tausenden Zuschauern vor Ort und per Livestream im Internet übertragen. | Foto: KIT

Olympischer Sportbund betrachtet eSport nicht als Sport

In einem Gutachten, das der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Dienstag veröffentlichte, wird eSport eine Legitimation als Sport abgesprochen. Jegliches Spiel an der Konsole sei „kein Sport im Sinne des geltenden Rechts“, heißt es in dem Dokument eines Düsseldorfer Juristen. Eine Anerkennung als gemeinnütziger Sport würde dem eSport unter anderem steuerliche Vorteile eröffnen. Die DOSB-Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker sagte auf Anfrage der Deutschen Presseagentur: „Das Gutachten bestätigt (…) unsere konsequente Ablehnung zur Aufnahme von E-Sport in den organisierten Sport.“