Das Fächerbad hat jetzt ein Becken mit Cabriodach.
AUFGESCHOBEN: Wenn sich das transparente Dach der neuen Schwimmhalle des Fächerbads zusammenfaltet, ist für die Hallenbad-Besucher der Himmel unverstellt. So können auf den sechs Bahnen des 25 Meter langen Beckens jetzt Nachwuchsstars des Wassersports bei offenem Dach die Sterne sehen. Eröffnung Cabriobecken | Foto: jodo

Bäder-Bilanz für 2019

Europabad und Fächerbad bleiben Besuchermagnete in Karlsruhe

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Eine schwarze Null beim Europabad, ein 20-Jahres-Hoch beim Fächerbad, aber etwas weniger Besucher als im Vorjahr: Die Bilanz der Karlsruher Bädergesellschaft fällt für 2019 gemischt aus. „Wir haben in den vergangenen Jahren ein gutes Niveau erreicht. Nun müssen wir dieses auch halten“, sagt Oliver Sternnagel. Die leicht rückläufige Gesamtbesucherzahl in den zehn städtischen Bädern von 1,66 Millionen Besuchern im Jahr 2018 auf 1,64 Millionen im vergangenen Jahr möchte der Bäderchef nicht überbewerten. Auch das Defizit von 6,7 Millionen Euro für 2019 entspreche den Erwartungen.

Zufrieden ist Sternagel mit der Entwicklung der beiden Besuchermagnete Europabad und Fächerbad.

Im Spaß- und Freizeitbad auf dem Beiertheimer Feld sorgten 479.350 Badegäste sowie 113.494 Saunafans für die zweithöchste Besucherzahl seit der Eröffnung vor zwölf Jahren. Einen maßgeblichen Teil zu dieser guten Bilanz trugen laut Sternagel die vielen Europabad-Besucher aus dem benachbarten Elsass bei.

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„Investitionen machen sich bezahlt“

Im Kombi-Bad in der Waldstadt wurde mit 387.722 Badegästen sogar die höchste Besucherzahl in diesem Jahrtausend erreicht. „Die Investitionen der vergangenen Jahre machen sich bezahlt“, betont Bürgermeister Martin Lenz.

Außerdem zeige die jüngere Entwicklung, dass die neue Preisstruktur offenbar keine negativen Auswirkungen auf die Besucherzahlen habe.

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Weniger Freibad-Besucher als 2018

In die vier städtischen Freibäder strömten im vergangenen Jahr 497.669 Besucher. 2018 zählten Rheinstrandbad, Turmbergbad, Sonnenbad und Freibad Rüppurr noch 609.858 Gäste.

Die Besucherzahl in den vier kleineren Hallenbädern Vierordtbad, Weiherhofbad, Adolf-Ehrmann-Bad und Hallenbad Grötzingen blieb 2019 mit 273.223 Besuchern etwas über der von 2018 (268.542).
Sorgenkind der Bäderbetriebe ist nach wie vor das Adolf-Ehrmann-Bad in Neureut.

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Stadtteilhallenbad in Neureut kommt

Dort wird jeder Badbesucher mit zehn Euro subventioniert. Deshalb ist für Sternagel der Bau eines neuen Stadtteil-Hallenbads auch eines der wichtigsten Projekte bei der Fortschreibung des Bäderkonzepts. Anschließend könne das Adolf-Ehrmann-Bad stillgelegt werden.

Ein Kombi-Bad mit zusätzlichem Freibecken werde es im Nordwesten des Stadtgebiets aber definitiv nicht geben.

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Kombi-Bad in Durlach ist möglich

Die idealen Voraussetzungen für den Bau eines Kombi-Bades sind für Sternagel nach wie vor in Durlach gegeben.

Dort könne das Turmbergbad durch den Bau eines überdachten Beckens problemlos zu einem Ganzjahresbad ausgebaut und das Weiherhofbad zurückgebaut werden. Bislang wurden sämtliche Überlegungen in dieser Richtung allerdings vom Durlacher Ortschaftsrat blockiert.