Der damalige Generalbundesanwalt Harald Range aufgenommen nach einer Pressekonferenz
Der damalige Generalbundesanwalt Harald Range aufgenommen nach einer Pressekonferenz | Foto: dpa

Tod in Karlsruher Café

Ex-Generalbundesanwalt Harald Range gestorben

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Der ehemalige Generalbundesanwalt Harald Range ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 70 Jahren, wie das Bundesjustizministerium am Donnerstag in Berlin bestätigte. Range hatte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe von 2011 bis 2015 geleitet. Nach Angaben der «Bild»-Zeitung hatte Range am Mittwochabend gemeinsam mit seiner Frau ein Café in der Karlsruher Innenstadt besucht. Dort sei er zusammengebrochen.

Wichtigste Entscheidungen während seiner Amtszeit

Zu den wichtigsten Entscheidungen während Ranges Amtszeit gehörte die Anklage gegen die einzige Überlebende des Terrortrios «Nationalsozialistischer Untergrund» (NSU), Beate Zschäpe. Unter Druck geriet der Topjurist im Zuge der Spähaffäre um den US-Geheimdienst NSA.

Seit 2015 im Ruhestand

Er wurde 2015 vom damaligen Justizminister Heiko Maas (SPD) im Zuge der Affäre um den Blog Netzpolitik.org gegen seinen Willen in den Ruhestand versetzt. Zuvor hatte er Ermittlungen wegen Landesverrats gegen Journalisten des Blogs eingeleitet, die vertrauliche Verfassungsschutz-Dokument zur Internet-Überwachung veröffentlicht hatten. Range gab an, vom Ministerium dann angewiesen worden zu sein, die Ermittlungen einzustellen. Der deshalb in der Kritik stehende Maas widersprach dem aber und löste Range ab. Maas ist jetzt Außenminister. (dpa/lsw)