Durch Starkregen geflutete Straße in Bretten. | Foto: privat

Starkregen in Karlsruhe

Extreme Wassermassen

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Immer wieder hat auch die Region Karlsruhe mit Starkregen und dadurch mit extremen Wassermassen zu kämpfen. Dagegen gibt es in der Stadt konkrete Maßnahmen wie beispielsweise den „Einbau von Geröllfängen, die Schaffung von Retentionsflächen oder den Bau von Rückhaltebecken”, so Toralf Kramer vom Tiefbauamt.

Von Alexander Steinam und Daniel Valpa

Schätzungen zufolge entstehen 50 Prozent der Überschwemmungsschäden durch Starkregen. Im Vergleich zu einem Flusshochwasser, dessen Ausmaß berechnet werden kann und bei welchem oftmals nur Gebiete in Ufernähe betroffen sind, erweist sich die Vorhersage eines kommenden Starkregens problematischer, da dieser ortsungebunden und spontan auftreten kann. Es wird vermutet, dass durch den Klimawandel die Gefahr, von Starkregen betroffen zu sein, weiter zunehmen wird. Wegen der damit verbundenen Klimaerwärmung nimmt die Luft mehr Wasser auf, was die Niederschlagsmenge nach Meinung von Experten erhöhen kann. Die daraus resultierenden urbanen Sturzfluten treten meist zwischen Mai und September auf.

Kellerüberflutung und Kurzschluss

Die Schäden reichen von Kellerüberflutungen über Korrosion von Leitungen und Kurzschlüssen von Elektroinstallationen bis hin zu dem Befall durch Mikroorganismen. Dabei hängt das Ausmaß unter anderem von Faktoren wie den verwendeten Baumaterialien, der Aufnahmekapazität des Bodens sowie vom Risikomanagement durch Kommunen und Bürger ab.

Toralf Kramer vom Tiefbauamt zufolge kümmert sich die Stadt daher nicht nur um die Information der Bürger, sondern hat auch selbst die Themen Überflutungsschutz, Vorsorge und Schadensbegrenzung, die temporäre Nutzung von Verkehrsflächen sowie Objektschutz im Blick. Zudem werden auf Basis der Ergebnisse konkrete Maßnahmen ergriffen.

Des Weiteren würde man schon im Planungsprozess, von beispielsweise einem neuen Baugebiet, die potenziellen Gefahren durch Starkregen prüfen. Die Ergebnisse fließen dann in die weiteren Planungsschritte mit ein, so Kramer. Bei Neubauvorhaben berate man die Bauherren selbst mit Hinweis auf die Gefahren.

Die Stadt empfiehlt dennoch jedem Grundstückseigentümer, sich selbst zu schützen. Informationsmaterial gibt es bei der Stadt Karlsruhe sowie beim Bundesinstitut für Bau- Stadt- und Raumforschung, die die Broschüre „Leitfaden Starkregen – Objektschutz und bauliche Vorsorge” anbieten. https://www.karlsruhe.de/b3/bauen/tiefbau/entwaesserung/grundstuecksentwaesserung