Der Gesuchte stellt sich: Nach den Überfällen auf fünf Frauen hat sich der mutmaßliche Täter den Behörden gestellt. | Foto: Friso Gentsch/Archiv

Mit Rechtsbeistand zur Polizei

Fahndung nach Überfällen auf Frauen: Gesuchter stellt sich der Polizei

Schneller Erfolg bei der Suche nach einem mutmaßlichen Sexualstraftäter: Wenige Stunden nach der Öffentlichkeitsfahndung hat sich der gesuchte Mann der Polizei gestellt. In den sozialen Netzwerken waren die von der Polizei veröffentlichten Fotos aus einer Überwachungskamera der Stadtbahn innerhalb kürzester Zeit vielfach verbreitet worden. Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 22-jährigen tunesischen Studenten, der sich mit seinem Rechtsbeistand bei der Polizei und Staatsanwalt meldete.

22-jähriger Student aus Tunesien

Nach Polizeiangaben machte er von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Er wurde vorläufig festgenommen und wird die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen. Am Freitag will die Staatsanwaltschaft prüfen, ob sie gegen den Mann Antrag auf Erlass eines Haftbefehls stellt.

Fünf Angriffe auf junge Frauen

Zuvor hatte es in Karlsruhe fünf Angriffe auf junge Frauen gegeben, die in der Bevölkerung für große Unruhe gesorgt hatten. Daraufhin hatten die Fahnder am Donnerstagmorgen Fotos einer Überwachungskamera veröffentlicht. Die am vergangenen Samstag kurz nach 21.15 Uhr in einer zum Hauptbahnhof fahrenden Straßenbahn der Linie 2 aufgenommenen Fotos zeigen den mutmaßlichen Täter. Er war mit einer roten Sportjacke bekleidet. Der Mann griff kurze Zeit später in der Morgenstraße eine 23 Jahre alte Frau an. Wie berichtet, packte er die junge Frau von hinten am Arm, drückte sie gegen eine Hauswand und presste ihr trotz Gegenwehr seine Lippen auf den Mund. Eine mit ihrem Hund vorbeikommende Passantin veranlasste den Mann schließlich zur Flucht.

Hilferufe schlugen Angreifer in Flucht

Bei den vier weiteren Taten in Bulach, der Süd- und der Südweststadt konnten die Frauen den in diesen Fällen durchweg dunkel gekleideten Angreifer jeweils durch laute Hilferufe in die Flucht schlagen.