Kamera-Auto
Ein Kamerafahrzeug von Apple macht Aufnahmen für den Kartendienst des iPhone-Konzerns. | Foto: Andrej Sokolow

Wann sind die Fahrzeuge wo?

Apple filmt Straßenzüge in und um Karlsruhe, Rastatt und Pforzheim

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Um die Karten auf iPhones und in anderen Apple-Geräten zu verbessern, schickt der amerikanische Konzern Kamera-Autos auf deutsche Straßen. Die rund 80 Fahrzeuge sollen nach und nach im ganzen Bundesgebiet zum Einsatz kommen. In Karlsruhe und den angrenzenden Kreisen werden sie schon in Kürze unterwegs sein.

Die Kamera-Autos des Apple-Konzerns werden ihre Tour durch Deutschland im Süden beginnen. In den Landkreisen und Städten Bayerns, Baden-Württembergs, Hessens und des Saarlandes beginnt das Unternehmen ab der kommenden Woche mit seinen Aufnahmen.

Bilder für Panorama-Dienst?

Die daraus gewonnenen Daten sollen dem Unternehmen Informationen über die Namen von Straßen und Geschäften liefern sowie über Straßenführungen und Verkehrszeichen. Damit will Apple seine Kartendienste verbessern. Denkbar ist zudem, dass das Bildmaterial künftig im Panorama-Dienst „Look Around“ zum Einsatz kommt, der Google Street View Konkurrenz machen soll.

In der kommenden Woche startet die Apple-Flotte unter anderem in München, Stuttgart, Mannheim und Heilbronn. Einsätze in der Stadt Karlsruhe sieht der Zeitplan des Unternehmens für die Zeit vom 10. August bis zum 17. August vor. Im Landkreis Karlsruhe werden die Fahrzeuge anschließend unterwegs sein, geplant sind die Tage vom 17. August bis zum 22. August.

Apple will Gesichter und Nummernschilder verpixeln

In Baden-Baden sind die Straßenaufnahmen auf das Zeitfenster vom 19. August bis zum 24. August vorgesehen, im Landkreis Rastatt vom 22. August bis zum 29. August. Für Pforzheim sind die Tage vom 12. August bis zum 19. August veranschlagt, für den Enzkreis die vom 24. August bis zum 31. August.

Die Ortenau rückt erst im September in den Fokus der filmenden Fahrzeuge, dort sind sie vom 7. September bis zum 17. September unterwegs. Die Planungen sind vorläufig und können sich kurzfristig ändern, teilt Apple mit.

Löschung von Rohdaten auf Antrag

Wie schon beim Konkurrenz-Produkt Google Streetview sind auch mit dem Vorhaben von Apple datenschutzrechtliche Bedenken verknüpft. Der Konzern habe daher zuvor Kontakt zum bayerischen Datenschutzbeauftragten gesucht. Zudem kündigt er an, Gesichter und Autokennzeichen automatisch zu verpixeln, bevor diese in „Look Around“ genutzt würden.

Zudem sollen Nutzer die Löschung von Rohdaten mit der Abbildung von Personen und Häusern beantragen können. Wer vermutet, er sei von Apple aufgenommen worden und sein Bild einsehen oder löschen möchte, kann dies beispielsweise via E-Mail an mapsimagecollection@apple.com beantragen oder das Unternehmen anderweitig kontaktieren.

Fahrzeuge tasten die Umgebung in 3D ab

Die Fahrzeuge, die Apple durch Deutschland schicken wird, sind neben Foto-Kameras mit Laser-Radaren ausgestattet, die ihre Umgebung in 3D abtasten. Die auch unter dem Namen Lidar bekannten Geräte werden unter anderem in selbstfahrenden Autos eingesetzt. Die Fahrzeuge zeichnen zudem per GPS ihren Aufenthaltsort auf. Andere Daten werden laut Apple nicht erhoben.

BNN/dpa