Symbolbild. | Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Polizei warnt vor Betrügern

Falsche Polizisten und falsche Enkel

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Achtung: Am Donnerstag versuchten Betrüger in der Region Karlsruhe wieder einmal, sich am Telefon zu bereichern. Noch weiter ging ein Mann auf der A5 bei Weinheim: Er gab sich als Polizist aus, fuhr mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Straße und hielt einen Autofahrer an.

Ein falscher Polizeibeamter hat am Donnerstagabend auf der A5 bei Weinheim einen Autofahrer angehalten. Wie die Polizei mitteilt, wurde der 19-Jährige kurz nach 22 Uhr angehalten. Er hatte auf der A5 in Richtung Heidelberg auf Höhe Weinheim ein Auto bemerkt, das schnell und mit eingeschaltetem Blaulicht an ihm vorbeifuhr. Der unbekannte Betrüger setzte sich mit seinem Wagen vor den Opel des 19-Jährigen und schaltete in seiner Heckscheibe eine Leuchtschrift ein: „Polizei“, blinkte da auf, und „Bitte folgen“. Der Opelfahrer folgte den Anweisungen und dem Wagen. Dabei bemerkte er aber, dass das Kennzeichen des vermeintlichen Polizeiautos manipuliert war und die Tüv-Plakette fehlte. Der Betrüger leitete den 19-Jährigen auf einen Parkplatz. Dort stieg er aus. Der junge Mann wurde aber misstrauisch und schloss seinen Opel von innen ab. Daraufhin stieg der falsche Polizist wieder in sein Auto und fuhr davon, heißt es von der Polizei.

Die Polizei ermittelt wegen Amtsanmaßung gegen den Betrüger. Die Hintergründe des Vorfalls sind derzeit noch unklar. Die Polizei Weinheim (Telefon 06201/10030) bittet um Zeugenhinweise.

Karlsruhe: Betrüger am Telefon

Und damit nicht genug: Auch im Raum Karlsruhe gaben sich Betrüger als Polizisten aus  – in diesem Fall aber am Telefon anstatt auf der Autobahn. Telefon-Betrügereien wie der „Polizei-Telefontrick“ oder der ähnliiche „Enkeltrick“ kommen immer wieder vor. So auch am Donnerstag: Wie die Polizei Karlsruhe mitteilt, waren der oder die Täter zwischen 11 und 22 Uhr aktiv. Sie riefen bei mehreren älteren Männern und Frauen aus der Stadt und dem Landkreis an. Glücklicherweise blieb es bei den sechs bekannt gewordenen Fällen lediglich beim Versuch, heißt es von der Polizei.

Miese Masche

Die Anrufer hatten ihre Opfer am Telefon dazu bringen wollen, dass diese glaubten, mit einem Verwandten oder guten Bekannten zu sprechen. Unter Vorwänden wie fehlenden Beträgen für einen Hauskauf oder sonstige Anschaffungen baten sie um Geld, das dann von einem Boten abgeholt werden solle.

Aufmerksamer Angestellter rettet Seniorin

Fünf der Angerufenen wurden selbst misstrauisch und beendeten das Telefonat, meldet die Polizei. In einem sechsten Fall rettete ein aufmerksamer Bankangestellter eine 77-jährige Frau vor dem Betrug: Er erkannte den Trick und rief gemeinsam mit der Frau bei dem Bekannten an, als der sich der Betrüger am Telefon ausgegeben hatte. So flog die Masche auf.

(ots/bnn)