Person werden Handschellen angelegt
Der falsche Oberleutnant muss wegen Schwarzfahren in die Gefängnispsychiatrie. | Foto: Andreas Gebert/Archiv

Hauptbahnhof Karlsruhe

Falscher, polizeilich gesuchter Oberleutnant muss in Gefängnispsychiatrie

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Am Donnerstag wurde im Karlsruher Hauptbahnhof ein 40-jähriger Oberleutnant kontrolliert, da er kein Bundeswehrzugehöriger ist, wurde er wegen Amtsanmaßung festgenommen und in die Psychiatrie gebracht. Laut der Bundespolizei Karlsruhe wurde der Mann kontrolliert, weil er in einem nicht dafür gekennzeichneten Bereich rauchte. Bei der Kontrolle stellten die Beamten einen Alkoholgeruch fest. Hinzu kam ein auffälliges Verhalten, dass die Beamten dazu brachte, den Mann mit auf die Wache zu nehmen.

Zwei Promille und polizeilich gesucht

Bei der Vernehmung gab der Mann schließlich an, nicht der Bundeswehr anzugehören. Seine Schulterstücke mit dem Dienstgrad eines Oberleutnants und die Uniform in dreifarbigem Tropentarn, waren hingegen nachweisbar echt. Der 40-Jährige wurde daraufhin wegen Amtsanmaßung angezeigt.

Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich zudem heraus, dass der mit über zwei Promille alkoholisierte Mann von der Staatsanwaltschaft Tübingen wegen Schwarzfahren mit Haftbefehl gesucht wurde. Da er den erforderlichen Betrag von 477 Euro nicht aufbringen konnte, muss er seine 40-tägige Freiheitsstrafe in der Psychiatrie, genaugenommen dem Justizvollzugkrankenhaus Hohenasperg, antreten. Wie der Mann an die Uniform gelangt ist und ob er sich hierdurch unbefugt Zutritt zu gesicherten Einrichtungen verschafft hat, muss noch ermittelt werden.