Naturkundemuseum
Auch das Nilpferd macht "Aaaah" - genau wie die Kinder, die im Naturkundemuseum zu Eiszeitforschern werden. | Foto: jodo

Eiszeit in Karlsruhe

Im Naturkundemuseum werden Kinder zu Forschern

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Was muss das für ein Anblick gewesen sein, als sich mächtige Flusspferd-Schädel schnaubend aus dem gemächlich dahinplätschernden Rhein erhoben. Als gewaltige Nashörner und Mammuts durch die – damals noch nicht existente – Fächerstadt stampften. Zehntausende von Jahren sind seither vergangen, aber mit ein bisschen Fantasie und einer Eintrittskarte ins Karlsruher Naturkundemuseum lässt es sich wunderbar zurückreisen in diese erstaunliche Phase der Erdgeschichte.

Naturkundemuseum
Ein beeindruckender Nashorn-Schädel wurde auf Gemarkung des Karlsruher Stadtteils Daxlanden entdeckt. | Foto: jodo

Wie kamen Flusspferd und Nashorn nach Karlsruhe?

Warum und wie kamen Flusspferde, Nashorn und sogar Wasserbüffel an den Rhein, und was hat sie wieder vertrieben? In der Großen Landesausstellung „Flusspferde am Oberrhein“ im Naturkundemuseum Karlsruhe geht jeder einzelne Besucher solchen Fragen nach. Erschließen kann man sich die Antworten auf ganz unterschiedlichen Wegen – und mit besonders kreativen Möglichkeiten haben die Ausstellungsmacher die kleinen Besucher bedacht.

Ohne weitere Hilfsmittel können sie an zwei Mitmach-Inseln – zwischen Warm- und Kaltzeit, zwischen Nashorn und Flusspferd – in die Rolle von Inspektor Pferdinand schlüpfen und sich detektivisch auf die Spur der Flusspferde und Mammuts begeben. Sie können an Riechstationen entscheiden, wer schlimmer riecht: Fuchs oder Biber. (Fuchs!) Es gibt Rätsel zu lösen, Pflanzen zu betrachten und verschiedene Felle zu befühlen. Lebensgroße Tiermodelle in detailverliebt gestalteten Dioramen und realistische Tiergeräusche machen die Zeitreise komplett.

Audioguide und Eiszeitrallye am Naturkundemuseum

Wer noch etwas wissbegieriger ist, dem steht für drei Euro zuzüglich Eintrittspreis die Kinderversion des Audioguides zur Verfügung, die auch schon für Vorschulkinder mit Forschergeist geeignet ist. Sie lotst die Kleinen auf den Spuren von Andi durch die Ausstellung. Andi besucht seine Tante Karo im Museum und stellt ihr jede Menge neugieriger Fragen, die die fiktive Wissenschaftlerin kindgerecht beantwortet.

Größere Kinder (ab neun Jahren) werden ebenfalls für drei Euro bei einer aufwendig konzipierten Ausstellungsrallye zu Eiszeitforschern. Ausgerüstet mit einem Aufgabenheft, Schwarzlicht-Taschenlampe und Rotfilter, erschließen sie sich die Schau im Alleingang und erfahren spielerisch, wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert. So macht Forschen Spaß – und das garantiert nicht nur Kindern!

Informationen

Weitere Infos zu Öffnungszeiten und Ticketpreisen gibt es auf der Website des Naturkundemuseums oder unter Telefon (0721) 175-2111.