Wegen des trockenen Sommers und eines Pilzbefalls gibt es im Karlsruher Hardtwald aktuell ein größeres Baumsterben. | Foto: Lechner

Pilzbefall schwächt Kiefern

Folge des trockenen Sommers: Baumsterben im Karlsruher Hardtwald

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Wegen des trockenen Sommers und eines Pilzbefalls gibt es im Karlsruher Hardtwald aktuell ein größeres Baumsterben. Das erklärte die Stadt am Dienstag in einer Pressemitteilung.

„In manchen Gebieten sind die Kiefern so zahlreich abgestorben, dass nahezu die Hälfte der Bäume ausgefallen ist“, heißt es. Dies sei etwa zwischen der Theodor-Heuss-Allee und der Büchiger Allee in Richtung Skiclub-Gelände der Fall. Das Forstamt gehe davon aus, dass mindestens 2.000 Kubikmeter Holz gefällt werden müssen.

Viele Kiefern seien bereits abgestorben oder zeigten rotbraun verfärbte Nadeln in den Baumkronen. Die Ursache dafür sei die extreme Trockenheit der vergangenen Monate sowie der Befall durch den Pilz „Sphaeropsis sapinea“, einen sogenannten Schwächeparasiten. Dieser verbreite sich nach bestimmten Wetterlagen schnell und verursache das „Diplodia-Triebsterben“.

Baumsterben im gesamten Hardtwald

Wie das Forstamt erläutert, beschränke sich das Absterben der Kiefern nicht auf bestimmte Gebiete im Hardtwald, sondern komme großflächig vor. Die Forstwirte seien daher gemeinsam mit Forstunternehmen unterwegs, um die erkrankten und abgestorbenen Bäume zu fällen. Dies ist laut Mitteilung unumgänglich, damit das Holz noch verwertbar ist.

Auch könne so verhindert werden, dass sich andere schädliche Organismen – wie etwa der Bockkäfer – massenhaft vermehren. Zudem verhindere das Forstamt dadurch, dass Waldbesucher sowie die angrenzenden Straßen und Wohngebiete durch umstürzende Bäume gefährdet werden. Innerhalb der Waldbestände blieben mitunter abgestorbene Kiefern als sogenanntes Totholz stehen.

Für viele Kiefern werde sich erst 2019 zeigen, ob sie den Trockenstress überleben. Deshalb hofft Ulrich Kienzler, Leiter des städtischen Forstamtes, laut der Mitteilung auf einen Winter und Frühling mit vielen Niederschlägen im kommenden Jahr.

Weitere Informationen zum Wald in Karlsruhe gibt es hier.

bnn.de