Frau im Büro
Frauen sind trotz Fortschritten in der Top-Etage kommunaler Unternehmen einer Studie zufolge weiter unterrepräsentiert. | Foto: Tobias Kleinschmidt

Frauen unterrepräsentiert

Frauenanteil in kommunalen Unternehmen: Karlsruhe im Südwesten auf Platz zwei

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Frauen sind trotz Fortschritten in der Top-Etage kommunaler Unternehmen einer Studie zufolge weiter unterrepräsentiert.

Zwar stieg der Anteil weiblicher Führungskräfte in 69 größeren Kommunen gegenüber dem Frühjahr 2018 im Schnitt um 1,3 Prozentpunkte auf 19,3 Prozent, wie aus der Untersuchung der Zeppelin Universität Friedrichshafen hervorgeht. Zwischen den untersuchten Städten gibt es der Studie zufolge aber große Unterschiede.

Karlsruhe auf Platz zwei

Im Südwesten beispielsweise sticht Freiburg mit einer Frauenquote von 33,3 Prozent in der Top-Etage kommunaler Firmen heraus, auf Platz zwei im Südwesten lag Karlsruhe mit 21,2 Prozent. In der Landeshauptstadt mit einer Quote von 9,4 Prozent gibt es noch Nachholbedarf. Auch in benachbarten Städten gibt es große Unterschiede. So kommt Mannheim auf einen Frauenanteil in kommunalen Führungspositionen von 16,7 Prozent, Heidelberg dagegen nur 6,3 Prozent. Pro Bundesland wurden fünf Städte untersucht.

Offenbach bundesweiter  Spitzenreiter

Bundesweiter Spitzenreiter war erneut die Stadt Offenbach mit einer Frauenquote von 54,5 Prozent in der Top-Etage kommunaler Firmen. Ausgewertet wurden 1463 öffentliche Unternehmen wie Stadtwerke oder Krankenhäuser in 69 Städten. Verglichen wurden Stadtstaaten, Landeshauptstädte und die vier größten Kommunen je Bundesland. Veränderungen bei den Quoten können im Einzelfall allerdings auch damit zusammenhängen, dass in einem Unternehmen die Anzahl an Top-Managementposten erhöht wurde. Dadurch kann der Anteil weiblicher Führungskräfte sinken, obwohl keine Frau ausgeschieden ist.