Die Einsätze, zu denen Polizisten gerufen werden, sind bisweilen recht seltsam. | Foto: dpa

Was die Polizei alles erledigt

Freunde und Helfer

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Was tun, wenn auf dem Weg zur Abschlussprüfung der Motorroller den Geist aufgibt und man dummerweise auch noch das Handy zuhause vergessen hat? Am besten warten, ob zufällig eine Polizeistreife vorbeikommt. So wie vor wenigen Tagen im Allgäu: Da stand eine verzweifelte 18-jährige Berufsschülerin am Rande der B 19 und wusste nicht, wie sie es noch rechtzeitig zur Prüfung schaffen sollte. Wie es der Zufall wollte, kam just in diesem Moment ein Polizeiauto vorbei. Die Beamten nahmen die 18-Jährige an Bord und chauffierten sie im Streifenwagen direkt zur Prüfung. Unterwegs beruhigten und motivierten sie die aufgeregte Schülerin noch. Das Ergebnis: Die 18-Jährige hat bestanden.

Polizei als Rasenmäher

Die Polizei als der sprichwörtliche Freund und Helfer – immer wieder hört oder liest man von solchen Fällen. Wie neulich im Ruhrgebiet. Als eine 89-jährige Frau aus Dortmund den Rasen mähte, flogen plötzlich alle Sicherungen raus. Da der örtliche Energieversorger nicht erreichbar war, wählte sie den Notruf. Die Polizei rückte an, drehte die Sicherungen wieder rein – und mähte am Ende sogar noch den Rasen der alten Dame.

Polizei als Spaghetti-Bote

Oder die Geschichte aus Aachen: Da staunten die Kinder im Kindergarten nicht schlecht, als ihnen zur Mittagszeit ein uniformierter Bote Spaghetti Bolognese in Thermobehältern lieferte. Wie kam’s? Der Lieferwagen der Cateringfirma war auf dem Weg zum Kindergarten in einen Unfall verwickelt und die Beamten, die den Unfall aufnahmen, riefen einen weiteren Streifenwagen an, der dann das Essen in den Kindergarten brachte. Der Spaghetti-Bote von der Polizei sei, so hieß es im Polizeibericht, von den Kindern als „Held des Tages“ gefeiert worden. Eine ähnliche Geschichte ereignete sich in Gaggenau, wo vor wenigen Wochen der Wagen eines Pizzalieferanten verunglückt war. Auch hier schnappten sich die Polizisten die warme Ware und lieferten sie den erstaunten Kunden frei Haus aus.

Klobürste als Waffe

Nicht immer ist die Arbeit der Polizei so ungefährlich wie hier. Am Münchener Flughafen eilten Ordnungshüter unlängst in eine Damentoilette, wo angeblich ein Streit unter bewaffneten Frauen tobte. Vor Ort fanden die Polizisten tatsächlich drei Frauen vor, die sich in die Haare geraten waren. Die Waffe, mit der eine der Frauen die beiden anderen bedroht hatte, erwies sich dann aber doch als weniger gefährlich als befürchtet. Es war: eine Klobürste.