Immer öfter strecken die kleinen Kängurus ihr Köpfchen aus dem Beutel ihrer Mutter | Foto: jodo

Attraktiver Zoo Karlsruhe

Frühlingsgefühle und niedlicher Nachwuchs

Anzeige

Die Störche sind zurück und klappern, was die Schnäbel hergeben. Vom Dach der Zooverwaltung künden sie vom Frühling, der nun überall in Zoo und Stadtgarten zu entdecken ist: Nicht nur die Störche, sondern viele weitere gefiederte Zoobewohner balzen, bauen Nester oder brüten bereits. Die Kropfgazellen schleppen  sichtlich an ihrem noch ungeborenen Nachwuchs. Und  in einigen Gehegen werden schon die ersten Jungtiere  gepäppelt. „Der Frühling lässt sich bei uns wunderbar erleben: mit blühenden Blumen, wieder grün werdenden Bäumen und bei unseren Tieren, die Nachwuchs haben“, erklärt Zoochef Matthias Reinschmidt.

Wuselige Kinderschar im Streichelzoo

So ist beispielsweise im Streichelzoo eine wuselige Kinderschar unterwegs: 16 junge Zwergziegen testen ihre wachsenden Kräfte, werden beim Klettern immer mutiger und lassen sich im Kontaktgehege bereitwillig streicheln. Die bislang fünf Lämmchen der Bretonischen Zwergschafe sind noch deutlich vorsichtiger unterwegs. Sie suchen immer wieder die Nähe und die Milchquellen ihrer Mütter. Zu sehen sind die Jungtiere und weitere Frühlingsimpressionen aus dem Zoo im folgenden Film:

Ein klitze-„Kleiner Onkel“?

Nachwuchs ist  auch bei den Alpakas zu erwarten, und das weiße Shetlandpony Eibe ist ebenfalls trächtig. „Hoffentlich hat das Fohlen ein paar Punkte“, wünscht sich der Zoochef. Schließlich ist der „Kleine Onkel“ der Vater – der kleine Hengst mit den dunklen Flecken im Fell, die an Pippi Langstrumpfs Pferd erinnern.

Kleine Kängurus zeigen  ihre  Köpfchen

Die Kängurus tragen ihren Nachwuchs schon viele Wochen im Beutel. Inzwischen strecken die drei Kleinen  der Bennett-Wallabies immer häufiger das Köpfchen – oder auch einmal die Hinterbeine oder den Schwanz – nach draußen. Sehr zur Freude der Zoobesucher, die künftig den australischen Wappentieren auch direkt begegnen können: Die Erweiterung der Anlage mit Kontaktgehege und Voliere für Vögel Australiens soll noch im Frühling eröffnet werden.

 

Der Zebrahengst wird mutiger

Nebenan in der Afrika-Savanne ist das kleine Watussi-Rind, das nun den Namen „Freya“ bekam, immer häufiger auf der Außenanlage. Möglicherweise sind dort bald auch kleine Säbel-Antilopen und junge Zebras zu sehen. „Seit die vier Stuten aus Darmstadt da sind, wurde unser Zebrahengst viel mutiger“, erklärt Zoo-Pressesprecher Timo Deible schmunzelnd. Seinen Job definitiv erledigt hat der Kropfgazellen-Bock, der aus dem Tierpark Oberwald in den Zoo geholt worden war. Am Gehege am Lauterberg stehen viele Geburten bevor, die Mütter tragen sichtlich schwer an ihrem Nachwuchs.

Selbst Eisbär Vitus hat Frühlingsgefühle

In Brutstimmung kommen nun so langsam die Magellan-Pinguine, während die ersten Humboldt-Pinguine bereits auf ihrem Gelege sitzen. Selbst Eisbär Vitus hat Frühlingsgefühle und schmachtet Nika an, obwohl er definitiv nicht Vater werden kann. Ihn und Eisbärin Larissa noch einmal zu sehen, ehe die beiden nach Neumünster umziehen, motiviert aktuell viele Menschen zu einem Zoobesuch. 11 500 waren es am Sonntag vor knapp zwei Wochen – Rekord für einen Märztag. Freilich sind die Besucher auch neugierig auf die neue Elefantenkuh Lina. Oder sie wollen den Frühling entdecken und genießen.

Im Exotenhaus ist immer Frühling

Der herrscht im Exotenhaus eigentlich immer, schließlich ist die große Halle stets von Vogelgezwitscher erfüllt. „Aber man merkt jetzt, dass es mehr Sonne gibt, viele Tiere sind munterer“, erklärt Revierleiterin Michaela Gaum. Das erste Ei haben die Sonnenrallen gelegt. Auf dem großen künstlichen Baum bei der Besuchertribüne brüten sie Elternfreuden entgegen. Eifrig am Balzen sind die blauem Krontauben, die nun mit Loris und Gürteltieren das Gehege teilen. Letztere hätten nun ebenfalls wieder Kapazität für Nachwuchs: Ihr Jungtier Elias vom Vorjahr ist nach Schwerin umgezogen.
Ein klares Frühlings-Signal ist auch die Rückkehr der Gondoletta auf die Stadtgartenseen. Am Samstag, 8. April, ist Saisonstart für die Boote. Anschließend kehren auch die Pelikane zurück aus dem Winterquartier – aber leider ohne Jungvögel.

Hier gibt es weitere Informationen zum Karlsruher Zoo.