Da war er, der fünfte KSC-Sieg in Folge | Foto: GES

Zwei Elfer, eine Rote Karte

Fünfter Sieg in Folge: KSC holt Heimdreier gegen Münster

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Tabellenführer sollte es für den KSC nach dem Heimspiel gegen Preußen Münster heißen. 90 Minuten galt es für den Karlsruher SC im heimischen Wildpark aber zunächst erfolgreich zu gestalten.

Nach einem Platzverweis und zwei Elfmetern, die man zum Teil auch unter Schiedsrichterglück abspeichern durfte, führte der KSC zur Pause 3:0. Die KSC-Fans unter den 10.613 Zuschauern sahen am Ende den 5:0-Sieg der Karlsruher.

Foto: Privat

Unverändert zur letzten Partie war der KSC ins Rennen gegangen. Neben Alexander Groiß musste auch auf Justin Möbius im Kader verzichtet werden. Dafür saß Malik Batmaz, der am Abend zuvor 90 Minuten bei den A-Junioren gespielt hatte, auf der Bank.

Anfangsviertelstunde ohne große Chancen

Zu Beginn der Partie war der KSC zwar zunächst vor dem eigenen Tor gefragt, dann jedoch ging es in Richtung Preußen-Tor. Gefahr strahlte man aber noch nicht aus. Zu ungenau war der letzte Pass.

So hatten Marc Lorenz und auch Manuel Stiefler jeweils gute Konter eingeleitet, hatten aber den Ball nicht an den Mann bringen können. So verging die erste Viertel Stunde der verregneten Partie ohne eine gefährliche Torraumszene.

Mehr vom Spiel

Die Gäste standen gut und nahmen dem KSC vor dem Tor den Wind aus den Segeln. So wurde Marvin Pouries (20.) Schuss ebenso geblockt.

So jubelten die KSC-Anhänger dankbar, wenn sich die Karlsruher Ecken herausspielten. Aber auch die vierte im Spiel nach rund 25 Minuten sollte keine Gefahr ausstrahlen.

Im Anschluss jedoch bekamen die Gäste den Ball nicht aus der Gefahrenzone und es sollte zumindest etwas Gefahr andeuten. Ihr Tor konnten die spielbestimmenden Gastgeber jedoch weiter nicht bejubeln dürfen.

Tor durch Elfmeter – Spitzenreiter

Preußen lauerte auf seine Chance und war mit verteidigen beschäftigt.Da die Karlsruher aus dem Spiel heraus keine Chance hatten, kam die per Strafstoß.

Dann kam Schiedsrichterglück bei den Karlsruhern hinzu. Lions Schweers (30.) legte Pourie im Strafraum, Schiedsrichter Sven Jablonski ahndete dies mit Strafstoß. Anton Fink trat zum Elfmeter an, den er im Gegensatz zum letzten auch versenkte. Der KSC führte 1:0 und war zumindest zu diesem Zeitpunkt Spitzenreiter der Liga.

Platzverweis

Dann wurde es bitter und hitzig. Hatten Pourie und Menig erneut einen Zweikampf abseits des Balles und die Schiedsrichter reagierten nicht, so kam es bald zum Platzverweis an anderer Stelle. Lorenz (37.) leitete einen schnellen Konter ein, Ole Kittner legte ihn und sah dafür die Rote Karte. Fortan agierte der KSC in Überzahl.

Was folgte war gleich der zweite Elfmeter. Rodriguez und Stiefler gerieten im Strafraum aneinander, Jablonski (40.) zeigte auf den Punkt. Lorenz (41.) trat für die Karlsruher an und erhöhte auf 2:0.

Zwar wurde es postwendend auf der Gegenseite gefährlich, Benjamin Uphoff jedoch parierte. Den schnellen Konter des KSC konnten die Gäste aber nicht verhindern und Burak Camoglu (43.) sorgte für den dritten Treffer, der ohne Beteiligung des Schiedsrichters gefallen war.

Schiedsrichterglück

In der TV-Analyse zur Pause wurde deutlich, dass beide Elfmeter doch sehr fragwürdig waren. Geben hätte man diese nicht müssen, vielmehr hätte es vor einem der Elfmeter einen Freistoß aufgrund Fouls durch Gordon geben müssen. Auch die Rote Karte war in der Nachbetrachtung eine sehr harte Entscheidung.

Camoglu sticht erneut zu und wird verletzt

Nachdem Daniel Gordon bereits zuvor gelbverwarnt war und gelb-rot gefährdet war, kam Christoph Kobald ins Spiel.

Die klaren Chancen waren auf Seiten des KSC. Die Gäste konnten zu zehnt kaum dagegenhalten. Pourie und Stiefler jedoch vergaben ihre. Camoglu dagegen erhöhte erneut aus dem Spiel heraus auf 4:0.

Ein Abschlag des Gästekeepers kam postwendend zurück, Wanitzek passte zu Camoglu (55.) und der zog aus der Ferne ab – der Ball segelte zum 4:0 ins Tor.

Bitter für ihn, dass er nur kurz darauf nach einem Zweikampf verletzt am Boden liegen blieb und behandelt werden musste. Er hatte sich am Knie verletzt und musste raus. Kyoung Rok Choi kam für ihn.

Chancenplus

Er sah nicht mehr, wie sich die Chancen des KSC aneinander reihten. Zuerst fand Damian Roßbachs Flanke in den Strafraum keinen Abnehmer, dann verfehlte Wanitzek nur knapp das Tor.

Pourie (70.) konnte nach Patzer des Gästekeepers ebenfalls das Tor nicht machen und auch Thiede (79.) scheiterte. Die fünf hätten die Karlsruher gerne voll gemacht, nach Ecke sollte es für Marvin Pourie (80.) dann soweit sein. Er nutzte das Getümmel aus und schob zum 5:0 ein.

Die Fans stimmten „KSC ole ole“ ein und die Karlsruher wollten noch etwas für das Torverhältnis tun. Hatte der KSc in Durchgang eins zwei Elfmeter ungerechtfertigt zugesprochen bekommen, hätte es kurz vor Schluss dank Handspiels einen Strafstoß für den KSc geben müssen. Das Spiel lief jedoch weiter. Zwar gab Kobylanski (87.) den ersten Schuss aufs Karlsruher Tor ab in der zweiten Halbzeit, Gefahr für Uphoff war dies jedoch nicht.

So blieb es beim verdienten 5:0-Sieg des KSC.

KSC: Uphoff, Roßbach, Gordon (46. Kobald), Pisot, Thiede, Lorenz, Stiefler, Wanitzek, Camoglu (65. Choi), Fink, Pourié (82. Sane).