Marko Djuricin
Startet Marco Djuricin für Philipp Hofmann? | Foto: Hora

Noch kein Cheftrainervertrag

Für KSC-Coach Eichner beginnt gegen Aue die „Crunchtime“

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Die Auswärtsfahrt nach Aue verbindet der eine oder andere KSC-Profi zwar noch mit der verpassten Relegation 2018, wenn am Sonntag (Anpfiff 13.30 Uhr) aber das Liga-Spiel des KSC bei Erzgebirge beginnt, gilt der Fokus auf den Abstiegskampf in der Zweiten Fußball-Bundesliga.

Beim vom Ex-Karlsruher Dirk Schuster trainierten Neuntplatzierten Aue müssen die Karlsruher alles auf den Rasen werfen, um möglichst drei Punkte zu entführen. Zwar nimmt der KSC aktuell den Relegationsplatz ein, sicher ist dieser den Badenern aber noch lange nicht.

Dass das Trainerteam Christian Eichner und Zlatan Bajramovic auf Toptorjäger Philipp Hofmann (5. Gelbe Karte) verzichten muss, ist bitter. Auch Manuel Stiefler fällt gelbgesperrt aus.

Mitwirken darf dagegen – auch wenn er laut dfb.de mit der 5. Gelben Karte fälschlicherweise als gesperrt angegeben wird – Jérôme Gondorf und trifft damit bei Erzgebirge Aue auf seinen Ex-Coach bei Darmstadt 98.

KSC-Spieler Gondorf freut sich auf Begegnung mit Mentor

„Gegen Bochum habe ich meine Sperre abgesessen. Somit bin ich spielberechtigt und freue mich auch darauf“, so Gondorf.

„Wir treffen auf einen schwierigen Gegner“, warnt Gondorf. „Ich glaube, dass sie ein Stück weit eine negative Phase hatten.“ Der KSC müsse daher bereit sein, alles zu geben, Wege zu gehen und Zweikämpfe zu gewinnen, um die Punkte aus Aue mitzunehmen.

Gegen Schuster zu spielen sei es etwas Besonderes für ihn. „Er war mein Mentor und hat mich zum Großteil zu dem Spieler gemacht, der ich heute bin.“

Guèye im Mannschaftstraining

Auf der digitalen Pressekonferenz am Freitag vor dem Spiel erklärte Trainer Eichner, dass der KSC mit fast allen Spielern ins Spiel nach Aue gehen könne. Kyoung-Rok Choi mache große Fortschritte und Babacar Guèye befinde sich im Übergang zum Mannschaftstraining.

Dass Eichner ausgerechnet Toptorjäger Hofmann ersetzen müsse, war aufgrund der Karten-Situation schon länger klar. Das „Damoklesschwert“ vier gelbe Karten schwebte schon länger über der KSC-Mannschaft sagte Eichner.

Man werde gegen Aue aber für Ersatz sorgen. Ob dies eins-zu-eins geschehe oder mit einer Verschiebung der Grundordnung ließ Eichner offen. Er wolle eine Mannschaft auf den Rasen schicken, die alles gebe, um drei Punkte mitzunehmen.

Noch kein Cheftrainervertrag beim KSC für Eichner

Zu seiner eigenen Vertrags-Situation erklärte Eichner, dass „Wunsch und Absicht“ da waren, zu verlängern. Aber unterschrieben sei nichts und es wurde nicht „konkret über Laufzeit“ gesprochen. „Es gibt eine Absichtserklärung, und das freut mich. Aber ich habe noch nicht tiefer gehende Gespräche geführt. Was für mich aber kein Problem darstellt.“

Er konzentriere sich auf den Saisonendspurt, denn: „So langsam beginnt die Crunchtime – es geht ans Eingemachte.“