Die U-Strab-Halle unter dem Marktplatz verleirt bald ihre provisorischen Stützpfeiler.
DIE 14 STÜTZPFEILER werden bald abgetragen. Die Stützmauer (rechts) ersetzt sie. Diese Mauer unterteilt die riesige Halle der U-Strab-Station Marktplatz. Östlich dieser Mauer ist Platz für das dritte Gleis zur Pyramide und darüber für einen Saal unter dem Marktplatz. | Foto: jodo

Rohbau der U-Strab geht voran

Geht der Deckel im Herbst zu?

Dass sich im Verborgenen gerade sehr viel tut, wird bald auch mit starken Veränderungen an der Oberfläche durchschlagen. Der Fortschritt beim Bau der U-Strab kann im achten Jahr des Stadtumbaus per Kombilösung 2017 zum Jahr des Wandels machen.

Versprechen: Baustellen auf dem Rückzug

Mag auch die Kriegsstraße erst in diesem Frühjahr für den Autotunnel aufgerissen werden, so kann doch in der Fußgängerzone im Herbst der große Rückzug der U-Strab-Baustellen einsetzen.

Die Kasig, die ursprünglich im Herbst 2016 die U-Strab in Betrieb nehmen wollte und inzwischen dafür mit Herbst 2020 rechnet, möchte durch den raschen Verzicht auf die Andienöffnungen für Bagger und Kräne den Bürgern Platz machen.

Wir haben die Absicht, im herbst die Luken zu schließen

„Wir sind zwar noch in der Entscheidungsphase, aber wir haben die feste Absicht, ab dem Herbst nach und nach die großen Luken in den Haltestellendecken zu schließen und die Absperrungen auf den Plätzen auf ein Minimum um die Treppenabgänge und Fahrstuhlschächte zu beschränken“, erklärt Kasig-Chef Uwe Konrath, der Kombi-Bauherr.

Innenausbau mit 30 Gewerken

Voraussetzung dafür ist der Abschluss der Rohbauarbeiten unter Tage. Auch fehle noch der Nachweis, dass die Logistik beim Innenausbau mit 30 Gewerken über die drei U-Strab-Rampen sowie die Treppen und Aufzugschächte abwickelbar ist.

 

Die Luke im Marktplatzboden wird bald geschlossen.
FENSTER ZUM PLATZ: Diesen Ausblick aus der U-Strab-Halle auf den Rathausgiebel gibt es wohl nur noch bis zum Herbst. Dann wird „Schacht Marktplatz“ dicht gemacht. | Foto: jodo

Der Lukenschluss will gut überlegt sein: Ist nämlich das große Loch mit Beton verschlossen, „dann ist der Deckel zu – dann gibt es kein Zurück mehr“, erklärt Konrath. Schon rechnet die Stadtpolitik mit dem schnellen Abzug der an der Pyramide verbliebenen zwei Kräne, damit sich auf dem Marktplatz bereits zur nächsten Christkindleszeit immerhin schon mal wieder 30 Buden breitmachen können.

90 Prozent der Wände sind unter dem Marktplatz fertig

Tatsächlich gibt der Bauzustand unter dem Marktplatz Anlass zu dieser Hoffnung. Nicht nur die Bodenplatte der für ein drittes Gleis breitesten U-Strab-Haltestelle ist gegossen. „Auch 90 Prozent der Wände sind bereits fertig“, berichtet Philip Banschbach von der Kasig.

Was geschieht im Untergrundsaal?

Über dem „Pfälzer Stummel“, der Sackschiene für die S-Bahn aus der Pfalz mit Puffer am Pyramidenfundament, entsteht durch den Guss einer die breite Halle stützenden Mauer und der Platte für die Zwischenebene bereits ein schlauchförmiger Untergrundsaal, für den die Kasig den Verwendungszweck noch sucht.

Im Gleisdreieck wachsen die Wände
IM GLEISDREIECK wachsen die Wände und bilden bald mit der von „Giulia“ gebauten Röhre eine Betoneinheit. | Foto: jodo

Sind die Zwischenebenen, die an den Enden der zehn Meter hohen Betonhalle und etwa vier Meter unter der Decke liegen, für die Ein- und Ausgänge der U-Strab-Welt samt dem Verbindungsgang für die Passagiere zur Station „Lammstraße“ komplett, dann ist die Rohbauphase geschafft.

Schlusslicht „Europaplatz“

Anschließend beginnen unter dem Marktplatz drei Jahre Innenausbau des Tunnels mit der Verkleidung der Bahnsteigwände, dem Einzug abgehängter Decken, der Installation von Leitungen und Rohren sowie dem Gleisbau. Zum Jahreswechsel können „Kronenplatz“ und „Lammstraße/Gleisdreieck“ so weit sein, gefolgt vom Schlusslicht „Europaplatz“.