Spurensuche rund um den Kolpingplatz
Die Beiertheimer Allee mit ihren Grünstreifen und dem angrenzenden Beiertheimer Wäldchen durchkämmten Polizeibeamte auf der Suche nach Beweismitteln | Foto: jodo

Belohnung für Hinweise

Getötete Karlsruherin hatte viele Verletzungen

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Nach dem gewaltsamen Tod einer 66-Jährigen in ihrer Wohnung in der Karlsruher Albtalstraße gehen die Ermittler mit einem Zeugenaufruf und Plakaten an die Öffentlichkeit. Verena Löbnitz, deren Namen die Fahnder nun bekannt geben, hatte schwere Verletzungen im Kopf- und Halsbereich sowie am Oberkörper, heißt es in der gemeinsamen Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft Karlsruhe. Als gesichert könne angesehen werden, dass die Frau beim Ausbruch des Brandes in ihrer Wohnung bereits tot war. Mit einem Foto der Getöteten sowie Plakaten bittet die Sonderkommission „Kolping“ – benannt nach dem Kolpingplatz in unmittelbarer Nähe der Tatwohnung – um Mithilfe der Bevölkerung. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe eine Belohnung von 3 000 Euro ausgelobt.

Dieses Foto der getöteten Verena Löbnitz veröffentlichte nun die Polizei und bittet um Hinweise | Foto: Polizei

Polizisten durchkämmen Grünstreifen und Wäldchen

Am Montag  durchkämmte ein Dutzend Bereitschaftspolizisten noch einmal die Beiertheimer Allee zwischen Albtalbahnhof und Bahnhofstraße nach weiteren Beweismitteln, wie Polizeisprecher Dieter Werner auf BNN-Anfrage erklärt. Auch weitere kriminaltechnische Spurensicherungsmaßnahmen dauerten noch an. Bei ihren mit Hochdruck betriebenen Ermittlungen nach den Umständen und den Hintergründen des Tötungsdelikts sei die Karlsruher Kriminalpolizei derzeit dabei, das Umfeld des Opfers aufzuhellen, so Polizei und Staatsanwaltschaft. Weiterhin seien die Ermittler damit befasst, eine ganze Reihe von Spuren abzuklären.

Obduktion bestätigt Verdacht: Die 66-Jährige kam gewaltsam zu Tode

Wie berichtet, konnte die 66-jährige Verena Löbnitz am Donnerstagmorgen nach einem Brand in ihrer Wohnung im ersten Obergeschoss des Anwesens Albtalstraße 4 nur noch tot von der Feuerwehr geborgen werden. Nachdem die Ermittler der Sonderkommission „Kolping“ von einem Gewaltverbrechen ausgegangen waren, hat sich dies bei der Obduktion am Freitag bestätigt. Nach der Spurenlage und Begutachtung durch einen Brandsachverständigen steht auch fest, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde.

Opfer lebte alleine und zurückgezogen

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler lebte Verena Löbnitz alleine und zurückgezogen. Es sei nur wenig über ihre persönlichen Kontakte und ihr Umfeld bekannt. Sie soll allerdings regelmäßig die Wochenmärkte auf dem Gutenbergplatz und Stephanplatz aufgesucht haben. Zuletzt wurde sie am 15. Mai lebend gesehen.

Polizei sucht Begleiter von Verena Löbnitz

Die Polizei sucht nach Zeugen, die Verena Löbnitz alleine oder in Begleitung weiterer Personen gesehen haben, oder das Opfer persönlich kannten. Die Fahnder verbreiten diesen Aufruf auch mit Plakaten im Umfeld des Tatorts und auf den Wochenmärkten. Auf diesen heißt es: „Die Polizei sucht nach Begleitpersonen von Frau Löbnitz, welche in den letzten Wochen öfter mit ihr unterwegs waren und wichtige Aussagen als Zeugen machen können.“

Zeugenhinweise erbeten

Wer Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter Telefon (07 21) 9 39-55 55 mit dem Kriminaldauerdienst Karlsruhe in Verbindung zu setzen. Auch das vertrauliche Telefon unter (07 21) 9 39-66 66 ist weiterhin rund um die Uhr geschaltet.