Auf seine Chance muss Alexander Groiß beim KSC bislang warten. | Foto: GES

KSC-Profi oft zurückgeworfen

Groiß‘ Geduldsprobe

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Als der Wechsel von Alexander Groiß in den Wildpark im August 2018 perfekt war, schien eine – neudeutsch – Win-win-Situation einzutreten. Beim Fußball-Drittligisten Karlsruher SC freute man sich auf einen variabel einsetzbaren Spieler, der „Athletik und Zweikampfstärke mitbringt“, wie Sportdirektor Oliver Kreuzer damals sagte, und Groiß selbst ging davon aus, „den nächsten Schritt“ in seiner Karriere vollzogen zu haben. Seitdem ist ein halbes Jahr vergangen und die Hoffnungen, mit denen der 20-Jährige nach Karlsruhe gekommen war, haben sich bislang nicht erfüllt – weder für die eine noch für die andere Seite.

Bisher nur drei Einsätze für den Drittligisten

Groiß selbst ist das kaum anzukreiden, vielmehr dem unglücklichen Umstand, dass der frühere Stuttgarter krankheits- und verletzungsbedingt bisher nur dreimal von Beginn an auflaufen konnte. „Der Anfang war mühsam“, sagt Sportdirektor Kreuzer und spielt auf die Blinddarm-Operation an, die Groiß nur wenige Tage nach seiner Ankunft im Badischen über sich ergehen lassen musste. Es war ein Eingriff mit Folgen, denn danach hatte der gebürtige Aalener immer wieder mit Problemen im Unterbauch zu kämpfen. Auch aktuell ist er noch nicht ganz beschwerdefrei, berichtet KSC-Arzt Marcus Schweizer, der einen Zusammenhang mit der Blinddarm-OP Ende August vermutet.
„Er hat sich nach der Operation rangekämpft, hat gut gespielt, dann wieder gefehlt und dann war schon Winterpause“, beschreibt Kreuzer Groiß’ unbefriedigenden Hinrundenverlauf. Zu allem Überfluss setzte Groiß Anfang Januar eine Grippe außer Gefecht. In Jena und Zwickau (jeweils 1:1) wurde er eingewechselt, gegen den 1. FC Kaiserslautern (0:1) musste er wieder passen.

Groiß hofft auf seine Chance am Samstag in Lotte

Dennoch ist Kreuzer davon überzeugt, dass Groiß schon bald der Mannschaft helfen kann, zurück in die Erfolgsspur zu finden – vielleicht bereits am Samstag (14 Uhr) in Lotte. Am Mittwoch stand Groiß auf dem Trainingsplatz – im Gegensatz zu den erkrankten Burak Camoglu und Sven Müller sowie den verletzten Justin Möbius und Martin Röser.
Bei den Sportfreunden hat der KSC viel vor. „Entscheidend ist, dass du eine Reaktion zeigst“, sagt Kreuzer: „Und die Mannschaft ist bisher immer wieder zurückgekommen.“ Letzteres gilt auch für Groiß, der wohl nichts dagegen hätte, wenn seine Comeback-Qualitäten künftig nicht weiter strapaziert würden.