Karlsruhes OB Frank Mentrup (links) mit Projektpartnern und einem Miniatur-Modell eines Tram-Trains. | Foto: Peter Sandbiller

Zweisystem-Bahnverkehr

Großbestellung neuer Tram-Trains: Karlsruhe an Spitze von Pilotprojekt

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Gut ein Vierteljahrhundert nach dem Start des Zweisystem-Bahnverkehrs in Karlsruhe setzt sich die Fächerstadt erneut an die Spitze eines Pilotprojekts für Schienenfahrzeuge.

Karlsruhes Nahverkehrsstrategen planen mit zunächst drei Partnern eine Großbestellung sogenannter Tram-Trains neuer Generation. Den entsprechenden Vertrag unterschrieben Vertreter der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG), der Gesellschaft Saarbahn Netz (Saarbrücken), der Erms-Neckar-Bahn (Bad Urach) sowie des Verkehrsverbunds Mittelsachsen (Chemnitz) in der VBK-Zentrale in Karlsruhe.

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Rund 240 Fahrzeuge wollen die Projektpartner gemeinsam ordern. Der Löwenanteil davon ist für Karlsruhe vorgesehen: 89 Tram-Trains für die AVG und 70 für die VBK. Erste Fahrzeuge des Kooperations-Typs könnten im Jahr 2028 durch Karlsruhe und die Region rollen.

Dreifach wollen die Verantwortlichen mit dem Pilotprojekt punkten. Dank größerer Stückzahlen errechnen sie pro Fahrzeug rund vier Millionen Euro Anschaffungskosten – eine Million weniger als ohne Kooperation. Der einheitlich konstruierte Tram-Train muss zudem nur einmal die zeitraubende Zulassung durchlaufen. Für Wartung und Instandhaltung schließlich, immerhin 30 Jahre, ergäben sich weitere Kostenvorteile.

Klassische Farbgebung für Karlsruhe

Bei Farbgebung, Details und Ausstattung bleiben die Tram-Train-Projektpartner eigenständig. Für die Technologieregion bleibt es damit absehbar bei Gelb-Rot: „Karlsruhe wird natürlich die klassische Farbgebung wieder aufnehmen“, sagte Ascan Egerer, der Geschäftsführer von VBK und AVG.