Kickoff für studentische Gründer: Am 7. November startet die diesjährige Ausgabe des Wettbewerbs Grow – eingeladen sind alle Studierenden, die eine Geschäftsidee haben – oder sich einem bestehenden Gründerteam anschließen wollen.
Kickoff für studentische Gründer: Am 7. November startet die diesjährige Ausgabe des Wettbewerbs Grow – eingeladen sind alle Studierenden, die eine Geschäftsidee haben – oder sich einem bestehenden Gründerteam anschließen wollen. | Foto: privat

Studentische Start-ups

Gründerwettbewerb GROW startet am KIT

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Wie wächst aus einer Idee ein starkes, gesundes Unternehmen? Für studentische Start-ups und solche, die es noch werden wollen, läuft ab November wieder der Gründerwettbewerb Grow, organisiert von der KIT-Hochschulgruppe PionierGarage.

Elf Wochen lang können die Teilnehmenden an ihrer Geschäftsidee feilen und ihr Start-up auf die Beine stellen oder weiterentwickeln – mit Unterstützung durch Mentoren und Workshops, die von Wirtschaftsunternehmen aus der Region gestellt werden. Den drei Gewinnern winken Geld- und Sonderpreise im Finale am 23. Januar 2020.

Workshops und Mentoren für studentische Gründer

„Ziel ist es, die Leute zu motivieren, an ihrer Geschäftsidee zu arbeiten“, sagt Kevin Kraus vom Organisationsteam. Die Teilnehmer sollen bei der Weiterentwicklung ihrer Idee unterstützt und in das „Gründungs-Ökosystem“ in Karlsruhe eingebunden werden, wie Kraus erklärt.

Dazu bekommen die Teilnehmer Mentoren aus der Wirtschaft an die Seite gestellt. Zudem finden innerhalb der elf Wochen bis zum Finale Workshops zu unterschiedlichen Themen wie Entrepreneurship, Steuern und Finanzen, Rechtliches oder Ideenpräsentation („Pitching“) statt.

Die Jury bewertet dabei nicht unbedingt die beste Geschäftsidee, sondern den Fortschritt innerhalb der elf Wettbewerbswochen. Deshalb dürfe man auch teilnehmen, wenn man schon erste Schritte mit seinem Start-up gegangen sei, etwa bereits eine Website habe.

Start-ups auch aus nicht-technischen Bereichen willkommen

Die Gründerinnen und Gründer müssen auch nicht zwingend noch studieren, sollten aber aus dem „studentischen Umfeld“ kommen. „Ansonsten sind wir sehr offen und nicht etwa auf IT-Start-ups beschränkt“, erklärt Kraus. „Sehr gerne begrüßen wir auch Personen mit nicht-technischen Gründungsideen.“

Auch das Team muss ganz zu Beginn noch nicht endgültig feststehen. „Beim Kickoff kann man auch noch nach Teammitgliedern suchen“, sagt Kraus. „Zum Beispiel, wenn man einfach gründungsinteressiert ist, aber keine Idee hat – dann kann man sich einem Team anschließen.“ Im studentischen Umfeld habe man ja noch sehr einfach die Möglichkeit, als Partner in einem Start-up mit einzusteigen.

Nicht nur Erfahrung in der Teamfindung und Firmengründung oder Preisgelder von insgesamt 10 000 Euro winken als „Belohnung“ für die Teilnahme am Gründerwettbewerb Grow. Unter den Teilnehmenden der vergangenen Jahre findet sich so manche Erfolgsstory: Das Personalmanagement-Start-up Campusjäger etwa räumte im Jahr 2013 den ersten Platz ab – und beschäftigt heute etwa 60 Mitarbeiter.

So manche Erfolgsgeschichte begann mit dem Gründerwettbewerb

Weitere Beispiele sind die Firma User Times, die an der digitalen Automatisierung von Produkttests (User Testing) arbeitet, oder das Start-up HelioPas AI, das durch Weltraum-Analyse und Künstliche Intelligenz Landwirte beim Einsatz von Düngemitteln oder der exakten Bewässerung ihrer Felder unterstützt – und dieses Jahr den Titel „CyberChampion“ des Cyberforums verliehen bekam.

„Bei Grow kommt es aber auch häufig vor, dass die ursprüngliche Idee komplett umgeschmissen wird“, sagt Kraus. Durch das Mentoring und die Workshops reife oft die Erkenntnis, dass die Idee vielleicht doch noch nicht die Richtige sei. Auch diese Erfahrung sei aber sehr hilfreich: „Oft sind Studenten zwar nicht unbedingt erfolgreich mit ihrer Idee, aber dann haben sie zumindest erlebt, wie es ist zu gründen. Sie machen dann mit einer anderen Idee weiter.“

Die Kickoff-Veranstaltung des Gründerwettbewerbs Grow findet am Donnerstag, 7. November, von 18 bis 21 Uhr in der Karlshochschule, Karlstraße 36-38, statt. Dort sind nicht nur Studenten und Teams mit Geschäftsidee willkommen, auch zum reinen Zuschauen und Kontakte knüpfen sind alle Interessierten eingeladen. Beim „Midterm“ am 11. Dezember wählt die Jury zehn Gründerteams aus, die beim Finale am 23. Januar 2020 im Audimax auf dem KIT-Campus um die ersten drei Plätze kämpfen.
Zum Wettbewerb anmelden können sich Teams vor Ort am 7. November oder schon jetzt über die Website des Wettbewerbs unter grow.pioniergarage.de