Was Donald Trump so alles der Stadt Karlsruhe zu verdanken hat, kann sich der US-Präsident im Youtube-Video des Filmboards anschauen.
Was Donald Trump so alles der Stadt Karlsruhe zu verdanken hat, kann sich der US-Präsident im Youtube-Video des Filmboards anschauen. | Foto: Screenshot (Youtube)

Video sorgt für Heiterkeit

Karlsruhe grüßt Donald Trump

Anzeige

Von Nina Setzler

 

Seit Donald Trump Präsident der USA ist, haben viele Kreative nach dem Vorbild einer niederländischen Satire-Show sein Credo „America first“ aufs Korn genommen und sich mit Clips um den zweiten Platz auf der Prioritätenliste des mächtigsten Mannes der Welt beworben. Jan Böhmermann forderte „Germany second“, aus Freiburg und Mannheim kamen ironische Werbefilme für die Heimatstadt, die alle mehr oder weniger Trumps charakteristische Sprechweise imitierten.

Warum nicht auch ein Karlsruhe-Filmchen?

Auch Oliver Langewitz vom Filmboard Karlsruhe wurde unter anderem von mehreren Stadträten angesprochen, ob man diesen Trend denn nicht aufgreifen und so etwas auch für Karlsruhe machen könnte. „Da war ich gerade auf der Berlinale und diskutierte es gleich vor Ort mit einigen Kollegen. Wir waren hin- und hergerissen, ob das eine gute Idee ist“, so der Vorstand des Filmschaffenden-Netzwerks.

 

Als dann ein Impuls von Martin Wacker, der nicht nur Kabarettist, sondern auch Leiter der Event GmbH ist, zu diesem Thema kam, war klar: So ein Filmchen müsste für Karlsruhe schon ein wenig anders ausfallen. „Wir überlegten, was die Menschen in Karlsruhe ausmacht. Natürlich dominieren hier IT-Innovation und Mobilität, aber auch Kreatives wie die Schlosslichtspiele sind einzigartig“, sagt Langewitz.

Auf Badisch!

Außerdem gebe es spannende Fakten über Karlsruhe, die nicht überall bekannt sind: „Dass der Stadtgrundriss von Washington D.C. vom Karlsruher Fächer inspiriert ist, weil Thomas Jefferson einst durch Baden reiste, wissen Stadthistoriker oder Architekten, aber die breite Masse möglicherweise noch nicht.“ Ganz zu schweigen von Donald Trump. Deshalb erklärt das Video „Hello, Donald!“ auf YouTube dem US-Präsidenten die badische Landeshauptstadt. Auf Badisch.

Stimme und Text stammen von Kabarettist Martin Wacker

„Martin Wacker als Kabarettist sollte natürlich seine ganz spezielle Note in den Clip mit einbringen, von ihm stammen Text und Stimme. Dazu haben wir Szenen aus drei verschiedenen Karlsruhe-Filmen genommen, die wir mit Fotos, Grafiken und speziellen Sounds kombinieren“, so Langewitz. Wenn OB Frank Mentrup zum Auftakt des Stadtgeburtstags auf einen roten Startknopf drückt, ertönt jetzt ein „Plopp“, beim Emporgleiten der Kamera am Schlossturm dudelt fröhliche Klaviermusik.

„Charly’s Silence“ für  „the Donald“

In zwei Minuten zeigt der Clip, warum Karlsruhe derart einzigartig ist, dass es noch „vor first“ kommen muss. Ohne die Automobil-Erfindung aus der Fächerstadt müsste sich „the Donald“ schließlich heute noch auf einem beschlagnahmten Indianer-Gaul fortbewegen. Nach wenigen Tagen Entstehungszeit ging „Hello, Donald“ passenderweise am politischen Aschermittwoch online und wird seither fleißig in den sozialen Medien geteilt. Dort sorgen Stilblüten wie „Charly’s Silence“ als englische Übersetzung für Karlsruhe für Erheiterung.

Do guggsch, Donald, hä!?“

„Das Feedback ist überwiegend positiv“, berichtet Langewitz. „Natürlich gibt es auch Leute, die sagen: ‚Das wird Donald Trump ja niemals sehen’. Aber darum geht es ja auch nicht.“ Passend zu den Heimattagen 2017 in Karlsruhe öffnet das Video einen humorvollen Blick auf die Vielfalt der Großstadt im Südwesten und liegt dabei ganz im Ton der Zeit. Mehr als 10 000 User haben das neue Karlsruhe-Filmchen bereits angeklickt, in dem es heißt: „Do guggsch, Donald, hä!?“