Burak Camoglu (KSC) im Zweikampf mit Gino Fechner (FCK).
Derby-Time im Wildpark | Foto: GES

Derby-Charakter vermisst

Harmloses Hochrisiko-Spiel – KSC unterliegt Kaiserslautern

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High-risk hieß es neben dem Platz beim Spiel des Karlsruher SC gegen den 1. FC Kaiserslautern. Auf dem Rasen dagegen war von Derby und Kampf kaum etwas zu sehen. Der KSC machte als Tabellenzweiter zu wenig und kassierte eine 0:1(0:0)-Niederlage.

Auch der KSC-Coach ging bei der Aufstellung kein Risiko ein. Die beiden zuvor gesperrten Stammkräfte Daniel Gordon und Manuel Stiefler kehrten zurück und alles blieb beim Alten.

Auf das Derby hatten sich die Fans lange gefreut, wirklichen Derby-Charakter hatten die 17.901 Zuschauer in der steigerungsfähigen und schwachen Partie nicht entdecken können.

Gute Anfangsphase

Während der KSC den Ball nach seiner Ecke nicht gefährlich aufs Tor brachte, ließen die Gäste die Zuschauer im ausverkauften Wildpark raunen, als Kevin Kraus (4.) den Kasten von Benjamin Uphoff nach Ecke nur knapp verpasste. Auch der Freistoß von Janek Sternberg (5.) kam dem Karlsruher Tor gefährlich nahe.

Die Karlsruher setzten die Gäste unter Druck und übernahmen Stück für Stück die Partie. So kämpften sich die Wildpark-Jungs immer wieder vors Tor von Lennart Grill. Kaiserslautern aber konnte noch verhindern, dass der KSC richtig gefährlich wurde.

Zwei richtige Chancen

Abschreiben durfte man die auf Platz elf stehenden Gäste jedoch nicht. So tankte sich Florian Pick (25.) zu einfach durch und kam zum Abschluss. Das Leder flog haarscharf am Tor vorbei. Im Gegenzug hatte Anton Fink (26.) die beste Chance des KSC. Er schnappte sich die Kugel und lief nahezu alleine vors Tor. Fink scheiterte jedoch, gestört von Sickinger, an Keeper Grill und auch den Nachschuss konnten die Gäste abwehren.

Das Spiel wurde wieder offener. Auch Kaiserslautern kämpfte sich wieder nach vorne und als Hemlein (32.)  freistehend im Strafraum abziehen konnte, flog der Ball erneut nur knapp am Karlsruher Tor vorbei.

Zur Pause stand es weiter 0:0. Die beiden besten Chancen hatten in der noch stark steigerungsfähigen Partie Anton Fink und Florian Pick.

Kaiserslautern wird stärker

Nach Wiederanpfiff dauerte es nur sieben Minuten bis Burak Camoglu (52.) eine nahezu hundertprozentige Chance für die Karlsruher hatte. Sickinger konnte ihn nicht aufhalten, Camoglu zog ab, aber schoss den Lauterer Schlussmann an.

Auf der Gegenseite durfte sich der KSC freuen, dass Lautern keinen Nutzen aus der ungeordneten Abwehr der Badener zog. Der KSC bekam die Kugel nicht weg und Lautern schaffte sie auch nicht über die Linie. Zwar verpasste auch Pourie (62. und 68.) die Chance, das Tor zu machen, besser im Spiel jedoch waren zu dieser Phase die Gäste.

Tor für den FCK

Deren beste Möglichkeit vergab Christian Kühlwetter (72.) und ließ seine Fans den Kopf schütteln. Zum Verzweifeln war das Spiel aber auch für die Heim-Fans. Denn ein weiterer schneller Angriff der Gäste brachte das Tor für Kaiserslautern.

Kühlewetter (78.) durfte den Ball ungehindert annehmen und zu Dominik Schad passen, der ebenfalls nahezu freistehend zum 1:0 für den FCK einschob. Kaiserslautern stand nun tief, ließ sich von den Karlsruhern hinten rein drängen.

Dennoch kamen die Gäste zur nächsten guten Chance im Spiel. Kühlwetter (85.) traf den KSC-Pfosten und den Nachschuss klärte Uphoff vor Sternberg. Zu wenig kam vom KSC. Erst in der Nachspielzeit packte Wanitzek wieder seinen Freistoßhammer aus und zwang den Gästekeeper zur Parade. Insgesamt ging der Sieg absolut in Ordnung.

KSC: Uphoff, Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach, Stiefler (83. Sane), Wanitzek, Camoglu (82. Sararer), Fink (64. Choi), Lorenz, Pourié.