Planet Mars
Die Volkssternwarte des Max-Planck-Gymnasiums in Karlsruhe-Rüppurr lädt am Wochenende zur astronomischen Beobachtung ein. Das Foto zeigt den Planeten Mars. | Foto: EPA/NASA /HUBBLE

Tipps zum Wochenende

Heiße Termine für kalte Zeiten

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Ganz schön was los: In der Region gibt es am Wochenende jede Menge zu erleben. Die Auswahl zwischen den Veranstaltungen ist groß: Zum Zuhören, zum Staunen, zum Lachen oder einfach zum Entspannen: Da ist für jeden ein Termin dabei. Jeden Donnerstag geben die BNN einen Ausblick, welcher Besuch sich lohnen könnte.

Für Beswingte

Wer Swing sagt, muss auch Glenn Miller sagen: Der amerikanische Bandleader, Posaunist und Komponist ist einer der bekanntesten Musiker des 20. Jahrhunderts. Ohne seine Hits wie „In the Mood“ oder „Moonlight Serenade“ geht auf den Swing-Bühnen der Welt heutzutage wenig. In Europa gehört das Glenn-Miller-Orchestra unter dem niederländischen Bandleader Wil Saden seit den 80er-Jahren zu den großen Glenn-Miller-Bands. Das Orchester ist bis zu 160 Tagen im Jahr auf Tour und macht am Freitag, 7. Dezember, Halt in Pforzheim. Ab 20 Uhr wird im CongressCentrum geswingt, bis sich die Balken biegen. Die Veranstaltung dauert inklusive Pause etwa zweieinhalb Stunden, Tickets gibt es ab 38 Euro.

Für Kunsthandwerk-Freunde

Die Lametta in Karlsruhe ist ein individueller Weihnachtsmarkt mit handgefertigten Produkten. Zu kaufen gibt es eine bunte Mischung aus Kunst und Handwerk – oft in limitierten Auflagen. Präsentiert werden die handgefertigten Produkte dabei oft von den Herstellern selbst. Und man kann nicht nur einkaufen: Live-Musik auf der Open Stage, Bastel- und andere Unterhaltungsaktionen für Kinder und eine Nach-Lametta-Party sorgen im Tollhaus am Alten Schlachthof für den passenden Rahmen. Auch kulinarisch werden die Besucher vor Ort versorgt.

Die neunte Auflage der Lametta hat am Freitag, 7. Dezember, von 15 bis 22 Uhr und am Samstag, 8. Dezember, von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 3 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren ist er gratis.

Für Sternengucker

Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel: Mit diesem Merkspruch ist es kinderleicht, sich die Planeten unseres Sonnensystems zu merken. Wer aber nicht nur wissen, sondern auch sehen möchte, hat am Freitagabend dazu Gelegenheit: Die Volkssternwarte des Max-Planck-Gymnasiums in Karlsruhe-Rüppurr lädt zur astronomischen Beobachtung ein. Falls das Wetter hält und der Himmel klar ist, können Besucher durch das Teleskop den Sternenhimmel beobachten. Am 7. Dezember sind unter anderem Mars und Neptun, die Plejaden und die Andromeda-Galaxie zu sehen. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Auch Kinder ab sechs Jahren sind willkommen.

Für Experimentierfreudige

Künstlerische Auseinandersetzung mit neuen Medientechnologien ist der Kern des „inSonic“-Festivals am ZKM Karlsruhe. 2018 geht das Festival in seine dritte Ausgabe. Im Rahmen vom Vorträgen, Demonstrationen, Konzerten und Live-Performances werden aktuelle digitale Themen wie Algorithmen und Big Data kritisch diskutiert. Das „inSonic“-Festival beginnt am Freitag, 7. Dezember, um 14 Uhr mit Vorträgen und Diskussionen. Höhepunkt ist dann am Samstagabend, 20 Uhr, die Weltpremiere von „Future Perfect“: Eine immersive 3D-Video-Performance des Medienkünstlers und Klangforschers Garth Paine. Zum Abschluss des Festivals am Samstagabend um 21 Uhr führen verschiedene Künstler Live-Performances auf. Der Eintritt zu den Konzerten kostet jeweils 10 Euro (ermäßigt 7 Euro).


Für Familie Becker und ihre Freunde

Heinz Becker, der saarländische Spießer älteren Semesters, mit dumpfem Blick und Kappe auf dem Kopf: Diese Rolle auf der Bühne, im Fernsehen und sogar einem Kinofilm hat den Kabarettisten und Schauspieler Gerd Dudenhöffer in ganz Deutschland berühmt gemacht. Für sein bissig-komisches Déjà-Vu-Programm hat Dudenhöffer im Archiv gekramt und aus 30 Jahren Heinz Becker eine Art „Best of“ zusammengestellt. Am Samstag, 8. Dezember, macht er damit in der Badnerhalle in Rastatt Halt. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr, Tickets gibt es ab 34, 60 Euro.

Gerd Dudenhöffer in seiner Paraderolle als Heinz Becker. | Foto: Michael Reichel/dpa

Für Puppenspieler

„Mascha und der Bär – es weihnachtet sehr“: Das ist der Titel der vorweihnachtlichen Aufführung des Berliner Figurentheaters am Samstag, 8. Dezember, um 14 Uhr im Kinder- und Jugendzentrum Specht in Ettlingen. Mascha und der Bär sind die beiden Hauptfiguren der russischen Kinderserie mit dem gleichen Namen, die auch im deutschen Kika läuft. Mascha ist ein kleines Mädchen, das zusammen mit dem Bär Mischa, der zwar nicht sprechen, aber sich mit Gesten verständigen kann, Abenteuer erlebt. Der Eintritt zur Aufführung kostet 8 Euro, mit Gutschein 7 Euro.

Für Hobby-Eisenbahner und solche, die es werden wollen

Modelleisenbahnfreunde aufgepasst: Bereits zum 13. Mal heißt es in diesem Jahr im Pfinzgaumuseum „Achtung Zugdurchfahrt“: Am ersten, zweiten und dritten Adventswochenende im Dezember drehen im Museum in der Karlsruher Pfinztalstraße die Spielzeugeisenbahnen ihre Runden. Der Eintritt zur Eisenbahnvorführung ist frei. Das Museum ist am Samstag von 14 bis 18 Uhr, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Für (Vor-)Leseratten

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“ – so beginnt die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 von den Vereinten Nationen verkündet wurde. Zum 70-jährigen Bestehen dieser Erklärung lesen Prominente im Karlsruher ZKM aus ausgewählten Werken vor. Zu den Vorlesern gehören neben dem Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup auch Christiane Riedel vom Vorstand des ZKM, Schauspielerinnen und Schauspieler des Badischen Staatstheaters und die Lyrikerin Safiye Can, die aus ihrem eigenen Werk vorliest. Die lange Lesenacht im ZKM in Karlsruhe am Sonntag, 9. Dezember, beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.