Viele Hundebesitzer beseitigen die Hinterlassenschaften ihrer Tiere. Spenderboxen einer Bürgerinitiative wie hier im City-Park sind nützlich – wenn die kostenlosen Plastikbeutel anschließend nicht irgendwo auf dem Boden landen.
Viele Hundebesitzer beseitigen die Hinterlassenschaften ihrer Tiere. Spenderboxen einer Bürgerinitiative wie hier im City-Park sind nützlich – wenn die kostenlosen Plastikbeutel anschließend nicht irgendwo auf dem Boden landen. | Foto: jodo

Reichen 4.500 Mülleimer?

Hundekot ist in Karlsruhe trotz Tausender Mülleimer ein Dauerproblem

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Hundedreck ist in allen Karlsruher Stadtteilen ein Thema. Das Dauerproblem ist nicht dadurch erledigt, dass Bürgervereine und andere engagierte Privatpersonen immer mehr Spenderboxen aus Blech aufhängen und stetig mit kostenlosen Plastikbeuteln für die Hinterlassenschaften der Hunde nachfüllen.

Denn an Wegrändern, in Parks und Grünstreifen, am Stadtrand auch an Feldwegen und Ackerrändern bleiben nun eben auch befüllte Beutel liegen. Die sind dann ein doppeltes Ärgernis: sowohl hygienisch als auch als Plastikmüll in der Natur.

Regelmäßig kommt von wechselnden Seiten die Forderung auf, die Stadt solle mehr Abfallbehälter installieren. Dahinter steckt die Annahme, dass weniger gefüllte Beutel in der Landschaft landen würden, wenn Hundebesitzer den Dreck schneller in einen Mülleimer werfen könnten. Im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen des Karlsruher Gemeinderats befassten sich nun unter Leitung der Umweltdezernentin Bettina Lisbach ein weiteres Mal Stadträte mit der unbefriedigenden Situation.

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Hundedreck in der Stadt ist als Problem anerkannt

Der Missstand sei anerkannt, die Stadt bleibe aber bei der bisherigen Linie, so Dezernentin Lisbach. Ein „Stimmungsbild“ nach der Diskussion habe dieses „klare Votum“ ergeben. Die Stadträte seien der Meinung, dass die Stadt ihre Aufgabe ausreichend erfülle.

Mehr als 4.500 Abfallbehälter lässt die Stadt Lisbach zufolge leeren. In Parks und Grünanlagen ist der nächste Mülleimer laut der Dezernentin höchstens 300 Meter entfernt. In der City sei das Angebot noch dichter. Länger ausfallen könnten die Wege in Randbezirken, dort fehlten teils aber Möglichkeiten, Abfallkörbe zu befestigen.

Initiative von Bürgern geht weiter

Nicht zur Debatte stand die Tätigkeit der Bürgerinitiative, die per Patenmodell Beutelspender finanziert und betreut, betont die Umweltdezernentin. Auch gebe die Stadt die Hundebeutel weiter kostenlos ab.  Eine Liste des städtischen Gartenbauamts verzeichnet die Ausgabestellen.