Hyazinth-Ara im Zoo Karlsruhe
Ein Hyazinth-Ara ist in die Papageien-WG im Karlsruher Zoo eingezogen. | Foto: Deible

Neu im Zoo Karlsruhe

Hyazinth-Ara: Der große Blaue mit dem gelben Augenring

Da waren es schon 25: Die Papageien-Kollektion des Karlsruher Zoos ist weiter gewachsen. Und zwar um einen hochattraktiven Vogel: Mit dem kobaltblauen Hyazinth-Ara, der bis zu einem Meter groß werden kann, beherbergt der Zoo nun auch die größte Papageienart der Welt. In der neuen Voliere neben dem Exotenhaus ist der Neuzugang mit dem messerscharfen Schnabel zu sehen. Das Männchen ist etwa 40 Jahre alt, hat ein komplettes Federkleid, ist vermutlich noch flugfähig und hörte bislang auf den Namen „Quicker“.
Vergesellschaftet ist der große Blaue mit dem gelben Augenring nun mit zwei Gelbbrust- und zwei Hellroten Aras. „Die Vögel sind sehr gesellig und leben im Freiland in großen Schwärmen“, erklärt Zoodirektor Matthias Reinschmidt. „Und so lange es keine Nisthöhlen gibt, hegen sie auch keine territorialen Ansprüche“. Was nicht heißt, dass die Gruppe sich nicht mit dem einen oder anderen „Schnabelgefecht“ sortiert hat. „Die Hellroten sind die Chefs“, so Reinschmidts Eindruck.

Hyazinth-Ara im Zoo Karlsruhe
Ara-WG: Mit Hellroten Aras und Gelbbrust-Aras teilt der Neuzugang die Voliere beim Exotenhaus des Karlsruher Zoos. | Foto: Deibele

Dem Zoo werden dutzendweise Aras angeboten

Seit der Ankunft von Pippi-Langstrumpf-Papagei Douglas alias Rosalinda – der mit Partnerin Rubin neuerdings einen Sitz im Freien über den Schildkröten hat – bekam der Zoo dutzendweise Aras angeboten. Man könne aber nur Tiere nehmen, die in die Gruppen passen, sagt der Zoochef. Oder wenn, wie beim aktuellen Neuzugang, Tierschutzgründe vorliegen. „Seine Besitzerin ist aus Lissabon in eine Senioreneinrichtung in Stuttgart gezogen“, schildert Reinschmidt. Kurt Landes, Gründer des „Kölle-Zoos“, bei dem die Frau den Hyazinth-Ara vor 38 Jahren kaufte, stellte schließlich den Kontakt zu Papageienexperte Reinschmidt her.

Prestige-Vogel

Der hat zu blauen Papageien eine besondere Beziehung – gelang ihm doch einst die Nachzucht des in der Natur ausgerotteten Spix-Aras. Um den Hyazinth-Ara ist es besser bestellt, dank Schutzmaßnahmen hat sich die bedrohte Population in den Regenwäldern Brasiliens und Paraguays von 1 500 auf  5 000 Tiere erholt, weiß Reinschmidt. In europäischen Zoos gebe es etwa 400 Exemplare des „Prestige-Vogels“ – der nun auch in Karlsruhe zu sehen ist. Und langfristig auch eine Partnerin bekommen wird.

Hier gibt es weitere Informationen zu den Aras im Karlsruher Zoo