Kulturen im Austausch: Neben dem Veranstaltungsprogramm des Kulturdialogs bietet das ibz auch verschiedene Integrationsprojekte an, etwa das Tandem-Programm „Perspektive Now“ für junge Migranten. | Foto: pr

Integration und Begegnung

ibz stellt neues „Kulturdialog“-Programm vor

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Der Name der Institution sagt es bereits: Im Internationalen Begegnungszentrum (ibz) sollen Menschen zusammenkommen. Etwa bei einem der vielen Termine in der Veranstaltungsreihe „Kulturdialog“. Das Programm für die Monate Januar bis April 2018 stellten ibz-Vorsitzende Barbara Mehnert und Iris Sardarabady, eine der beiden Leiterinnen des ibz, am Dienstag vor.

Interkulturelle Themen und Begegnungen

Vorträge und Diskussionen, Filmvorführungen und Ausstellungen zu interkulturellen Themen sowie Angebote zur Begegnung bilden das Veranstaltungsprogramm. „Es gibt ganz bewusst unterschiedliche Formate“, erklärt Sardarabady: „Manche Leute erreicht man über theoretische Vorträge, andere finden den Weg übers Kochen.“ Und man wolle ja ein möglichst breites Spektrum an Personen ansprechen, um über Themen wie Rassismus und Migration zu informieren sowie den interkulturellen Dialog und die Integration der Neuankömmlinge in Karlsruhe zu fördern. Das geschieht am ibz auch durch unterschiedliche Integrationsprojekte, etwa das Tandem-Programm „Perspektive Now“ für junge Migranten und Flüchtlinge.

Wer ist überhaupt ‚wir‘?

„In welcher Gesellschaft wollen wir wie leben, und wer ist überhaupt ,wir‘?“ sei eine Frage, mit der man sich am ibz in den letzten Jahren immer mehr beschäftige und die sich auch im Veranstaltungsprogramm des Kulturdialogs niederschlägt. Nachdem im Mai 2017 etwa der Psychologe Ahmad Mansour auf Einladung des ibz im Karlsruher Ständehaus über die Bedeutung von Werten für ein friedliches Zusammenleben sprach, gibt es dieses Jahr im Rahmen der „Europäischen Kulturtage“ am 27. April einen Vortrag von Susanne Baer. Die Richterin am Bundesverfassungsgericht spricht darüber, wie zwei in der Verfassung verankerte Grundrechte auch einmal in Konflikt geraten können: nämlich die Gleichheit von Mann und Frau gegenüber der Religionsfreiheit. In einem weiteren Vortrag spricht am 19. April der Philosoph und Schriftsteller Michael Schmidt-Salomon über „Die Grenzen der Toleranz – warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen“.

Vorträge im Rahmen des Kulturdialogs am ibz Karlsruhe (Archivbild aus dem Jahr 2017)
Verschiedene Vorträge rund um die Themen Migration, Integration und Rassismus bietet das Programm des „Kulturdialogs“ auch in diesem Jahr. | Foto: pr

Wer eher praktisch veranlagt ist, kann etwa in der Reihe „Essen verbindet“ am 27. Januar die vielfältige Küche Gambias kennenlernen oder in der Reihe „Kulturen erleben“ an einem Workshop über japanische Kuchen (Wagashi) teilnehmen. Fans von Dokumentarfilmen dürfte der Termin am 20. Februar interessieren: Dann wird Gülsüm Serdaroglus Film „Die neuen Deutschen – Über Menschen, Kulturen und Identität“ gezeigt, der vier Menschen aus dem Südwesten mit ihren Migrationsgeschichten vorstellt.

Afrikanischer Abend mit Menschen aus Eritrea und Gambia

Bei einem „Afrikanischen Abend“ in Zusammenarbeit mit der Afrika-Union werden seit 2017 jedes Jahr zwei Länder des Kontinents vorgestellt. In diesem Jahr berichten Menschen aus Eritrea und Gambia am 20. April über ihre Herkunftsländer und über ihr Leben in Karlsruhe. Im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ hat das ibz am 14. März einen Vortrag über die Situation der Rohingya in Burma im Angebot.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des ibz.