Der traditionelle indische Maskentanz "Chau" ist Teil der India Summer Days. Die Tänzer treten am Sonntag erneut auf.
Der traditionelle indische Maskentanz "Chau" ist Teil der India Summer Days. Die Tänzer treten am Sonntag erneut auf. | Foto: Rake Hora

India Summer Days

Wie ein Kaleidoskop Indiens

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Ein bunter Basar, Frauen in Saris und der Duft von Räucherstäbchen: Rund um die spätere Kulturbühne von „Das Fest“ verwandelte sich das Areal am Samstag wieder in das fernöstliche Land Indien.

Unter dem Motto „Discover the authentic India“ (übersetzt etwa: „Entdecke das authentische Indien“) gingen die India Summer Days nach der Premiere beim „Vor-Fest“ vergangenes Jahr nun in die zweite Runde. Noch bis Sonntagabend präsentieren etwa Tanzgruppen und Reiseveranstalter die indische Kultur.

India Summer Days 2018 from Badische Neueste Nachrichten on Vimeo.

Deutsch-indische Zusammenarbeit

Bei der Eröffnung waren die Plätze vor der Bühne lediglich im Schatten besetzt. Auf den mittleren Bänken ohne Sonnenschutz ließen sich die Besucher nur zaghaft nieder. „Es ist gelungen, dass wir dieses Festival nicht nur zu einer Karlsruher Veranstaltung machen, sondern zu einer baden-württembergischen – und darüber hinaus“, sagte der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup in seiner Eröffnungsrede. Die gute deutsch-indische Zusammenarbeit sehe man auch, wenn man die Stände des Basars anschaue. „Wir haben es geschafft, ein breites Netzwerk aufzubauen“, betonte Mentrup. Für das kommende Jahr könne er sich sogar vorstellen, eine komplette indische Woche zu veranstalten.

Das ganze Land steht im Mittelpunkt

In diesem Jahr steht bei der Veranstaltung, die Teil des „Vor-Fests“ ist, nicht nur die baden-württembergische Partnerregion Maharashtra im Mittelpunkt sondern vielmehr das ganze Land. „Kulturelle Veranstaltungen wie diese tragen dazu bei, zusammenzukommen und sich kennenzulernen“, erklärte Staatssekretärin Gisela Splett. Die Beziehungen zwischen Indien und Baden-Württemberg seien sehr intensiv und man wolle den eingeschlagenen Weg weitergehen, ergänzte sie.

Kunstvoll bemalte Hände

Nach einer traditionellen Kerzenzeremonie und dem Eröffnungstanz hatten sich auch die in der Sonne liegenden Bänke gefüllt. Einige Kinder ließen da bereits die Farbe auf ihren Händen trocknen, die sie sich mit Henna kunstvoll bemalen ließen. Das Angebot in der Günther-Klotz-Anlage umfasste neben Tipps für die nächste Indienreise auch landestypische Spezialitäten und Kleidung sowie Infostände zu Ayurveda, Yoga und Osteopathie. Die praktische Anwendung wurde zeitgleich im Workshop-Bereich gelehrt.

Workshops zu indischen Traditionen

„Die Resonanz ist gut“, sagte Philipp Wagner, der die Anmeldung zu den Kursen verwaltet. „Es gibt aber egal bei welchem Workshop noch Plätze.“ Die meisten Teilnehmer seien Laufkundschaft und kämen eher am Morgen, wenn es noch nicht so heiß ist. Auch am Sonntag läuft das Workshop-Programm noch von zehn bis 20 Uhr.

„Ich habe letztes Jahr einen Kurs mit Yoga, Ernährungsberatung und Meditation gemacht. Dieses Jahr flaniere ich einfach nur durch“, erzählte Kristine Wacker. „Hier sind alle sehr freundlich, es ist wirklich schön“, freute sich Helga Stumpf, die hingegen zum ersten Mal die India Summer Days besucht. Im nächsten Jahr wolle sie gerne wiederkommen.

Ein authentisches Angebot

„Das Ziel des Events ist, Menschen aus zwei unterschiedlichen Ländern zusammenzubringen“, betonte Sugandh Rajaram, Generalkonsul der Republik Indien. Zudem lobte er, wie authentisch die Darbietungen und das Angebot seien. „Alles in allem ist es wie ein wunderschönes Kaleidoskop der indischen Kultur“, fasste Rajaram zusammen.

Indische Hochzeit als Schlusspunkt

Bis zur „Großen India-Style-Show“ am Sonntag um 19.30 Uhr – mit indischer Hochzeit als Höhepunkt – gibt es durchgängig Programm auf der Bühne. Nach dem Sonnengruß direkt am Morgen, um zehn Uhr, bieten verschiedene Gruppen Tanz und Musik dar.

Was außerdem bei den India Summer Days geboten wird, ist im Internet unter www.indiasummerdays.blog verfügbar. Über das Programm beim „Fest“ informieren die BNN in einer 24-seitigen Beilage: vom ersten Auftritt des diesjährigen Top-Acts „Simple Minds“ im Jahr 1997 bis hin zu einem Text auf Allgäuerisch als Hommage an die Band „Losamol“. Das „Fest-Magazin“ ist auch online abrufbar.