Expertengespräch: Alois Schwartz, Trainer der KSC-Drittligaprofis, und Edgar Schmitt.
Expertengespräch: Alois Schwartz, Trainer der KSC-Drittligaprofis, und Edgar Schmitt. | Foto: GES

KSC-Legende trainiert Talente

Interview mit Edgar „Euro Eddy“ Schmitt

Edgar Schmitt (54) ist als „Euro Eddy“ weit über Karlsruhe hinaus als KSC-Ikone ein Begriff. Ab der neuen Saison bereitet er beim Karlsruher SC Talente auf den Profifußball vor. Darüber hat er mit den BNN im Interview gesprochen.

Herr Schmitt, der KSC spart durch die Kooperation mit dem SV Spielberg. Also verdienen Sie beim KSC durch Ihre Anstellung nichts, richtig?

Schmitt (lacht): Herr Pilarsky hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen kann, zu helfen. Ich habe ihm gesagt, dass ich aber kein Geld mitbringen kann. Aber ganz im Ernst: Ich belaste den KSC nicht, sondern erhalte nicht mehr als einen symbolischen Betrag.

Wie muss man sich Ihre Tätigkeit vorstellen?

Schmitt: Ich habe dem KSC meine Gedanken konzeptionell vorgelegt. Es geht um Talente-Management, ums Scouten und in der Zukunft auch um eine psychologische Betreuung. Ich unterstütze Oliver Kreuzer da im kompletten Management, bin ihm aber direkt unterstellt. Ich habe einiges einzubringen, kenne den Fußball ja von allen Seiten.

Sie studieren Psychologie?

Schmitt: Ja, in Bremen an der Apollon Hochschule. Der Studiengang heißt angewandte Psychologie mit dem Schwerpunkt „Sportpsychologie“. Hier kann ich meine bisherigen Lebenserfahrungen optimal mit dem Beruf Fußball verbinden. Ich selbst bin ja erst mit 28 Jahren Profi geworden und weiß wie steinig dieser Weg ist und welche Hürden es zu nehmen gilt um erfolgreich zu sein. Darüber werde ich auch ein Buch schreiben, nicht wegen „Valencia“ und dem 7:0. Unter anderem werde ich festhalten, wie man Höhen und Tiefen im harten Sportbusiness erlebt und überlebt und warum so viele Fußballprofis nach ihrer Karriere in ein tiefes Loch fallen und im schlechtesten Fall sogar alles verlieren.

Und wie weit sind Sie mit dem Projekt?

Schmitt: Das wird vielleicht noch drei, vier Jahre dauern. Ich schreibe ja nicht so schnell wie Sie.