Israel
Israel lockt mit Sonne und Stränden - und setzt mit Start-ups Akzente | Foto: dpa

Enge Kontakte zu Deutschland

Israel besticht mit seiner lebendigen Start-up-Szene

Sonne, Strand, Party, aber auch heilige Stätten – längst ist Israel zu einem beliebten Reiseziel der Deutschen geworden. Doch in den Fliegern ins Heilige Land sitzen immer auch zahlreiche Geschäftsleute: Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern sind eng und über Jahrzehnte gewachsen.

Deutschland ist für Israel ein wichtiger Handelspartner

Für Israel ist Deutschland mit einem Handelsvolumen von rund 6,8 Milliarden US-Dollar nach China und den USA der drittgrößte Wirtschaftspartner weltweit und der wichtigste innerhalb der Europäischen Union.

Für Deutschland wiederum ist Israel im Nahen Osten nach Saudi Arabien der bedeutendste Handelspartner.

Start-up-Nation Nummer eins

Besonders Fahrzeuge sowie Erzeugnisse der chemischen Industrie, Maschinen und optische Instrumente, Mess-, Prüf- und Präzisionstechnik werden aus Deutschland importiert.

Und die Zusammenarbeit wird immer intensiver – weil Israel als die Start-up-Nation schlechthin gilt. Das birgt enorme Kooperationschancen.

Industrie nach vorne bringen

„Wir sehen wie Deutschland seit einigen Jahren dabei ist, die Industrie zu modernisieren, sie nach vorne zu bringen. Dass man sich stärker auf Hightech, Technologie und Innovation konzentriert. Und die Bundesregierung will hier weitere Fortschritte machen“, berichtet Aviram Givoni.

Berater ist weltweit tätig

Der Publizist und Analyst ist als strategischer Berater für israelische und internationale Unternehmen und Organisationen weltweit tätig und reist auch häufig nach Deutschland, um hier Projekte anzustoßen und zu begleiten.

Aviram Givoni
Aviram Givoni ist weltweit als Berater tätig. | Foto: pr

Er erklärt den israelischen Markt, die Situation vor Ort, vermittelt Kontakte, zeigt Investitionsmöglichkeiten auf.

Erster Sprecher einer israelischen Zeitung

Auch in Baden-Württemberg ist der 42-Jährige engagiert, der für Zeitungen, Radiosender und TV-Sender arbeitete und Sprecher von Israels führendem Wirtschaftsmagazin „Globes“ war – als erster und bisher einziger in einer solchen Position bei einer israelischen Zeitung.

Neues Modell entwickelt

„Ich habe in dieser Zeit zahlreiche internationale Konferenzen geleitet, mit Präsidenten gearbeitet, mit Abgeordneten, mit Unternehmern“, erinnert sich Aviram Givoni, der heute neben seiner Tätigkeit für Unternehmen, Organisationen und Investoren unter anderem die schwedische Botschaft in Tel Aviv berät. Ein von ihm entwickeltes Modell, das auf der Vernetzung von Medien, Finanzen, und Wirtschaft basiert, rückte ihn zuletzt international in den Fokus.

Bedeutende Partnerschaften

Aviram Givoni weiß: „Gerade im Hightech-Sektor haben Deutsche und Israelis inzwischen eine gemeinsame Basis gefunden. Es haben sich bereits zahlreiche bedeutende Partnerschaften gebildet.“

Großes Interesse am israelischen System

Groß ist das Interesse am israelischen System insgesamt, an der modernen Industrie, am Innovationsgeist, am freigeistigen Arbeitsumfeld und an der Politik, die all dies unterstützt.

„Acceleratoren“ und „Inkubatoren“: Begriffe, die mancher hierzulande noch bei Google eingeben muss, um sie zu verstehen, gehören in dem noch keine 70 Jahre jungen Staat zum Alltag – denn genau solche Unterstützungsangebote für Start-ups sind weltweit gefragt.

Vorsprung bei Hightech

Hinzu kommt, dass viele Kräfte nicht nur technisch hervorragend ausgebildet sind, sondern auch über viele Jahre Erfahrung in der Hightech verfügen. Ein Vorsprung, vom dem nun andere rund um den Globus profitieren.

„Viele Organisationen, Unternehmen und Investoren aus der ganzen Welt wollen derzeit mehr über die israelische Wirtschaft erfahren“, sagt Aviram Givoni. „In Bezug auf Deutschland haben sich zuletzt gerade in der Cyber-Industrie sowie der Finanz- und Nanotechnologie viele intensive Kooperationen ergeben.“

Die Großen öffneten Türen

Siemens, SAP und auch die Deutsche Telekom sind längst aktiv in Israel. Die großen öffneten zudem zahlreichen kleineren Unternehmen die Tür.

Auch Karlsruhe streckte seine Fühler aus

Auch Karlsruhe hat bereits seine Fühler ausgestreckt: Im vergangenen Jahr reiste eine Delegation um Oberbürgermeister Frank Mentrup ins Heilige Land, um sich dort über Innovationen zu informieren.

Partnerschaft mit Mannheim

Und mit dem „Accelerator-Programm B-WIP“ (Baden-Württemberg Israel Partnership Accelerator) startete im Juli diesen Jahres die Zusammenarbeit von „Start-up Mannheim“ und der „mg: mannheimer gründungszentren“ mit Tel Aviv.

Repräsentanz in Stuttgart

Aufgrund des großen Interesses weiterer Städte und Kommunen sowie zahlreicher Unternehmen und Investoren eröffnete das israelische Generalkonsulat München in diesem Sommer eigens eine Repräsentanz in Stuttgart. Denn längst ist klar: Beide Länder wachsen weiter zusammen.

Mehr direkte Flugverbindungen

Dazu passt, dass die Flugverbindungen ständig ausgebaut werden – nicht nur von Frankfurt aus kann man inzwischen innerhalb von knapp vier Stunden in die Gründermetropole im Nahen Osten reisen, auch vom Baden-Airport aus gibt es nun wieder direkte Verbindungen nach Tel Aviv und Eilat.