Willkommen in Karlopolis: Das Stadtschild wird zum ersten Mal im Otto-Dullenkopf-Park aufgestellt und begrüßt dort ab Montag wieder Hunderte Kinder.
Willkommen in Karlopolis: Das Stadtschild wird zum ersten Mal im Otto-Dullenkopf-Park aufgestellt und begrüßt dort ab Montag wieder Hunderte Kinder. | Foto: Jörg Donecker

Kinderspielstadt im Park

Karlopolis mit neuer Kulisse

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„Hier sind Erwachsene verboten“: Diese Zeile aus der traditionellen Karlopolis-Hymne verdeutlicht, wer im Otto-Dullenkopf-Park ab Montag, 6. August, das Sagen hat. Zwei Wochen lang leben, arbeiten und lernen Kinder zwischen acht und 13 Jahren wieder in der Spielstadt des Stadtjugendausschusses. Die Kulisse hat sich geändert, vom Schlosspark zum Schloss Gottesaue, die Regeln für die jungen Bürger sind die gleichen geblieben: „Wir haben die Macht in der Kinderspielstadt.“

Stadtzeitung KNN

In rund 60 Betrieben verdienen pro Woche über 300 Kinder ihre Carlos. Mit dem Spielgeld kurbeln sie die Wirtschaft in Karlopolis an, entwickeln die Stadt weiter oder gönnen sich eine Belohnung. Vor Ort berichten die Karlopolis Neuesten Nachrichten (KNN) über das Geschehen. Mitarbeiter der Badischen Neuesten Nachrichten vermitteln den Kindern auch in diesem Jahr wieder, wie Zeitung gemacht wird.

Kinder kochen selbst

Neben Altbewährtem erwartet die Kinder in der vierten Ausgabe Neues, verrät Marcel Seekircher, der in Karlopolis neben organisatorischen Aufgaben vor allem die Moderation übernimmt. Etwa das Badische Landesmuseum, eine Spielewerkstatt sowie ein Kinderbüro warten auf die Teilnehmer. „Ein großer Teil des Essens wird erstmals in der Spielstadt produziert“, sagt Seekircher weiter. Etwa ein Drittel der nötigen Portionen kochen die Kinder selbst unter Anleitung von Profis. Ein Mal gibt es in dem Restaurant für jedes Kind Pizza und Pasta. Für die restliche Verpflegung sorgt die „Vitale Lunchbox“.

Die letzten Handgriffe erledigen die Aufbau-Helfer Ines Pommranz und Alfred Kugele.
Die letzten Handgriffe erledigen die Aufbau-Helfer Ines Pommranz und Alfred Kugele. | Foto: Jörg Donecker

Seit vergangenen Mittwoch arbeitet ein Team von rund zehn Personen auf dem Gelände. „Alles ist planmäßig verlaufen“, betont Projektleiter Rolf Fluhrer. „Der Aufbau wirkt komplexer als früher im Schlosspark“, ergänzt er dennoch.

Mehr Kommunikation

Das Areal sei nicht nur größer als zuvor, deshalb müsse im Gegensatz zur Routine im Schlosspark alles neu durchdacht werden. „Der Kommunikationsaufwand war zum Beispiel größer, bis alle Lieferanten wussten, welche Eingänge sie anfahren können.“ Außerdem habe die Hitze den Prozess nicht gerade erleichtert, so Fluhrer.

Schatten in Karlopolis

Respekt vor dem Wetter in den kommenden zwei Wochen äußert auch Marcel Seekircher. Vereinzelt stehen zwar ein paar Bäume, die fehlenden Schattenplätze sind im Park beim Schloss Gottesaue jedoch ein Problem. „Wir hängen zusätzlich eine große Plane auf, die vor der Sonne schützt“, betont Seekircher.

Zudem gibt es vermehrt Sonnenschirme, reichlich Wasser und Sonnencreme für die Kinder. Für noch mehr Abkühlung steht das Karlopolis-Schwimmbad bereit – mit Sandstrand, wie der Moderator mitteilt. Der sei besonders praktisch, da er bei Regen zum Füllen von Pfützen und Löchern diene.

Projekt macht wahnsinnig Spaß.

Damit am Ende alles am richtigen Fleck steht, greift Alfred Kugele dem Stadtjugendausschuss-Team unter die Arme. „Dieses Projekt macht mir wahnsinnig Spaß“, erzählt der 67-Jährige. Seit 2015 war er Experte in der Autowerkstatt, betrieben von der Firma Graf Hardenberg. Obwohl er bereits in Rente ist, hilft er weiter beim Auf- und Abbau von Karlopolis. Kugele fährt etwa den Lkw, da er einen passenden Führerschein hat.

Infrastruktur entsteht

„Ich unterstütze als Fahrer und Mithelfer auf dem Gelände.“ Besonders fasziniere ihn zu sehen, welche Infrastruktur in der Stadt entstehe. „Was die Kinder hier erleben, ist einzigartig“, erzählt Kugele. „Wenn ich dazu mit meinen Mitteln einen Beitrag leisten kann, dann mache ich das gerne.“