Weinbrennerplatz
UNTER VOLLER VERKEHRSBELASTUNG läuft jetzt der Bau der neuen Straßenbahnhaltestelle „Weinbrennerplatz“. Diese Station wird nach Westen in die Kriegsstraße verschoben. Zudem ist sie barrierefrei. | Foto: jodo

Sperrung in den Pfingstferien

Karlsruhe bleibt eine Gleisbaustelle

Die U-Strab kommt allerfrühestens in zweieinhalb Jahren. Doch auch in dieser Phase bis Weihnachten 2020, in der nun die oberirdischen U-Strab-Baustellen fast ganz verschwinden, müssen die Karlsruher mit vielen Gleisbaustellen leben.

 65 von 143 Haltestellen sind  barrierefrei

 

Zwei komplexe Bauprojekte des Karlsruher Nahverkehrskonzerns beeinträchtigen den Straßenbahn- und den Autoverkehr: Der Tunnelbau in der Kriegsstraße und der fortgesetzte Umbau der 143 Straßenbahnhaltestellen in der Fächerstadt zu barrierefreien Stationen. 65 Haltestellen sind bereits umgebaut. Permanent werden zudem abschnittsweise Schienen ausgetauscht.

 Pfingstprogramm

Schon in den Pfingstferien steht eine kleine Kombilösung für die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) bevor: „Vom 19. Mai bis zum 4. Juni wird die gesamte Strecke von der Ebertstraße östlich des Albtalbahnhofs bis zum Mendelssohnplatz gesperrt“, erklärt VBK-Pressesprecher Michael Krauth.

Busse sollen dann die Straßenbahnen, die sonst über die Rüppurrer Straße den Hauptbahnhof und die Kaiserstraße verbinden, ersetzen. Drei S-Bahn-Linien würden durch die Karlstraße, die dann einzig verbliebene von drei Nord-Süd-Gleisachsen in der City, umgeleitet.

Gleisbau Rüppurrer Straße
DER FEHLENDE SCHIENENBOGEN im Gleiskreuz Rüppurrer Straße/Baumeisterstraße und Philipp-Reis-Straße wird eingebaut | Foto: jodo

Während der Sperrung wollen die VBK laut Krauth drei Vorhaben erledigen: Der bis dahin verlegte Gleisbogen an der Philipp-Reis-Straße wird an den Schienenstrang in der Rüppurrer Straße angeschlossen. Die Gleise der Haltestelle und der Wendeschleifenanbindung am Tivoli werden erneuert. Und auf der Westseite des Bahnhofplatzes werden Schienen ausgetauscht.

Unterbrechung am Mendelssohnplatz

Der Bau des Autotunnels Kriegsstraße, neben der U-Strab zweiter Teil der Kombilösung, sorgt dann ab dem Sommer am Mendelssohnplatz für den nächsten tiefen Schnitt ins Gleisnetz. Am 27. August wird der Verkehrsknoten für die Bahnen gesperrt. Bis in den Herbst kann dann dort keine Bahn rollen. Später fährt sie auf einem Brückenprovisorium über die Tunnelbaugrube.

 Zum Gleiskreuz fehlt ein Bogen

 

Im Vorfeld dieses gravierenden Eingriffs komplettieren die VBK eben in diesen Wochen das besagte Gleiskreuz Rüppurrer Straße/Baumeisterstraße/Philip-Reis-Straße. Dort wird der bislang fehlende Doppelgleisbogen aus der Philipp-Reis-Straße nach Süden in die Rüppurrer Straße verlegt. Diese Abbiegebeziehung wird als Bahnumleitung für die Großbaustelle Mendelssohnplatz wichtig. Wegen dieser Baustelle bleibt die Linie 6 vorerst gespalten. Sie rollt im Osten per Pendelverkehr zwischen Hirtenweg und Philipp-Reis-Straße. Im Westen fährt die Linie 6E von Daxlanden aus über Yorckstraße, Weinbrennerplatz, Mathystraße und Europaplatz eine Schleife.

Das Karlstor folgt noch

Wahrscheinlich ab 2020 folgt beim Autotunnelbau Kriegsstraße auf die Umgestaltung des Mendelssohnplatzes noch die des Knotens Karlstor – mit entsprechenden Auswirkungen auf den Straßenbahnverkehr. Dagegen wird der Gleisbau für die neue Straßenbahntrasse in der Kriegsstraße selbst 2021 den Verkehr nur gering stören.

Zwei Baustellen bis Juni

Momentan verursachen zwei Stationsumbauten an Verkehrsknoten Probleme: Noch bis Juni ist die Durlacher Allee an der Station „Tullastraße“ eine Großbaustelle mit verengten Fahrbahnen für die Autos. Im Juni wollen die VBK auch die Umgestaltung am Weinbrennerplatz geschafft haben.

Umbau an Station „Hauptfriedhof“

Im Juni wird dann die nächste Baustelle in der Haid-und-Neu-Straße aufgemacht. Dort beginnt der Umbau zur Barrierefreiheit an der Station „Hauptfriedhof“. Bis Jahresende soll er abgeschlossen sein.

Baustelle „Untermühl“ ab Herbst

Nach den Sommerferien und bis ins Frühjahr 2019 wird zudem an der Verlagerung der Station „Untermühl“ in der Durlacher Allee gearbeitet. Der Bau der Zentrale des Drogeriekonzerns dm bei der Untermühlsiedlung ist der Grund. Im Zusammenhang mit der U-Strab wird zudem die neue oberirdische Gleiswelt am Durlacher Tor bis Jahresende fertiggestellt.