Mobilitätsfestival
Ab in die Röhre heißt es beim Mobilitätsfestival in Karlsruhe | Foto: Deck

Per Rad durch den Tunnel

Ab in die Röhre – Karlsruhe feiert Mitte Juni Mobilitätsfestival

Bis die Bahnen unter der Kaiserstraße fahren, dauert es noch einige Jahre. Doch schon Mitte Juni können sich die Bürger einen Eindruck verschaffen, wie es in der Röhre und den künftigen unterirdischen Haltestellen aussieht – zu Fuß oder per Rad. Diese Angebote gehören zu den Höhepunkten beim Mobilitätsfestival, das am Wochenende, 16. und 17. Juni, in die Innenstadt lockt.

Beim Mobilitätsfestival wird Innenstadt Erlebnisort

Geboten ist rund um den Marktplatz noch viel mehr. Angefangen bei Livemusik und Radcodierungen über eine Kinder-„Baustelle“ bis hin zu einer Oldtimer-Show und der langen Einkaufsnacht am Samstag in der City.

OB Frank Mentrup sieht die Innenstadt als attraktiven Erlebnisort. Und Martin Wacker, Chef der für die Organisation zuständigen Karlsruhe Marketing Event GmbH, sagt: Er konnte bei den ersten Besprechungen fast gar nicht glauben, was der Tunnelbauer Kasig für die Bürger an dem Wochenende alles möglich macht.

Per Rad durch die Röhre

Von West nach Ost können Radler am Sonntag, 17. Juni, den künftigen Tunnel durchfahren. Los geht es an der Rampe am Mühlburger Tor.

Die etwa 20-minütige Tour endet an der Rampe in der Durlacher Allee. „Der Termin ist ideal, weil jetzt im Rohbau der Durchgang frei ist. Es sind beispielsweise noch keine Schienen verlegt“, erklärt Kasig-Chef Uwe Konrath.

Kein Massenstart für Biker

Er betont: Schon aus Sicherheitsgründen wird es keinen Massenstart für die Biker geben. Diese werden vielmehr in Gruppen mit je 40 Teilnehmern und von zwei Sicherheitskräften begleitet durch die Röhre rollen.

 

Die Starts erfolgen zwischen 8 und 12.30 Uhr im Fünf-Minuten-Takt. Voraussetzung sind ein verkehrssicheres Rad und ein Fahrradhelm. Kinder ab sieben Jahren, die sicher auf zwei Rädern unterwegs sind, dürfen in Begleitung eines Erwachsenen an den Start gehen.

2.200 Tickets

Das Kontingent ist auf 2.200 Personen begrenzt. Am Donnerstag, 14. Juni, werden von 16 bis 19 Uhr kostenlos Tickets am Infopavillon „K.“ ausgegeben, maximal zwei pro Person.

Sind Karten übrig, sind diese ebenso am Freitag, 15. Juni, von 10 bis 12 Uhr am „K.“ zu haben.

Zu Fuß durch den Tunnel

Einmal hinab in die Tiefe heißt es am Samstag von 11 bis 22 Uhr und am Sonntag von 14 bis 17 Uhr: Dann können zu Fuß die Haltestellen Marktplatz, Lammstraße und Europaplatz sowie der Tunnelabschnitt zwischen Europaplatz und Lammstraße erkundet werden.

Zugänglich ist auch die Zwischenebene, die Fahrgäste später nutzen können, um unterirdisch von der Haltestelle Marktplatz zur Haltestelle Lammstraße zu gelangen. Für den Einstieg stehen nur Treppen zur Verfügung. Der Höhenunterschied zwischen „oben“ und „unten“ beträgt etwa zwölf Meter. Ein Sicherheitshelm ist nicht Pflicht.

Mobilitätseingeschränkt

Mobilitätseingeschränkte Menschen können die Rampe in der Durlacher Allee nutzen und dort die Haltestelle Durlacher Tor besichtigen. Dies ist – bei Rollstuhlfahrern mit Begleitperson – samstags von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr möglich.

Das Festival

200 Jahre Drais standen beim Mobilitätsfestival im Zuge der Heimattage 2017 im Vordergrund. Beim Festival am 16. und 17. Juni wird das Thema weiter gefasst, angefangen beim autonomen Fahren über das Karlsruher Modell des Nahverkehrs bis hin zur Kombilösung.

Offiziell eröffnet wird die Veranstaltung am Samstag um 10 Uhr durch OB Frank Mentrup und Verkehrsminister Winfried Hermann – und zwar auf dem Marktplatz.

Bühne mit Livemusik

Der ist inzwischen fast baustellenfrei und bietet Platz für Infostände und eine Bühne. Unter anderem gibt es Parcours für Lastenräder und Laufmaschinen sowie Akrobatik auf dem Rad.

Der Tunnelbauer Kasig richtet eine Baustelle für Kinder ein, die dort mit dem Bagger selbst Hügel aufschütten können. Das Liveprogramm auf der Bühne startet am Samstag um 11 Uhr und am Sonntag um 12 Uhr. Am Sonntag widmet sich der Gottesdienst in der Stadtkirche ab 10.30 Uhr dem Thema Mobilität.

„Lange Einkaufsnacht“

Am Samstag, 16. Juni, haben viele Geschäfte bei der „Langen Einkaufsnacht“ bis 22 Uhr geöffnet. Zahlreiche Händler geben zudem den Juni über und besonders am Festival-Wochenende verstärkt die Münze „Karlsruher“ aus, so Citymanager Sascha Binoth. Mit der können etwa Parkgebühren beglichen werden.

Anreise

Einzelfahrscheine für die Innenstadt, aber auch entsprechende City- oder Regiokarten gelten am 16. und 17. Juni für bis zu fünf Personen, so Konrath. In der Zähringerstraße gibt es zudem Fahrradparkplätze.