Jewrovision 2016
Das badische Team war schon 2016 beim Jewrovision erfolgreich | Foto: Zielke

1.200 Teilnehmer wirken mit

Karlsruhe ist zum ersten Mal Gastgeber der Jewrovision

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Karlsruhe ist erstmals Gastgeber des größten jüdischen Gesangs- und Tanzwettbewerbs Europas: Am Samstag, 18. Februar, findet somit in der Schwarzwaldhalle die sogenannte Jewrovision statt. Los geht es um 20.45 Uhr.

1.200 Mitwirkende bei Jewrovision

Bei dem Event wirken rund 1 200 Kinder und Jugendliche von 60 jüdischen Gemeinden aus ganz Deutschland mit. Die Teilnehmer sind den Vorgaben zufolge zwischen elf und 19 Jahren alt.

Das Konzept ähnelt letztlich dem Eurovision Song Contest (ESC): Nach dessen Vorbild wurde die Veranstaltung im Jahr 2002 mit zunächst 120 Teilnehmern ins Leben gerufen.

Die jungen Künstler singen und tanzen bei den jährlich stattfindenden Treffen. Zudem präsentieren sie bei dem Wettbewerb jeweils auch ein Video über ihre Stadt, ihre Gemeinde, ihr Jugendzentrum.

Andrea Kiewel Teil der Jury

Ein Jury entscheidet schließlich, wer gewinnt. In Karlsruhe bewerten die Leistungen unter anderem Moderatorin Andrea Kiewel sowie die aus der „Lindenstraße“ und dem „Dschungelcamp“ bekannte Schauspielerin Rebecca Siemoneit-Barum.

Jurorin ist ebenso die  Sängerin Jamie-Lee Kriewitz. Sie war im vergangenen Jahr beim ESC für Deutschland am Start. Zuvor hatte die junge Frau die fünfte Staffel der Castingsshow „The Voice of Germany“ gewonnen.

Karlsruhe tritt im Verbund an

Die Teilnehmer der Jewrovision treten letztlich in insgesamt 19 Gruppen an. Die jüdische Gemeinde Karlsruhe – die mit ihren knapp 1.000 Mitgliedern die größte Badens ist – schickt ihren Nachwuchs dabei zusammen mit dem der Gemeinden Pforzheim, Mannheim, Konstanz und Rottweil ins Rennen.

„Das neue Licht“

Das Team ist überschrieben mit „Or Chadasch (hebräisch für ,Das neue Licht‘) Mannheim feat. JuJuBa“ – diese Abkürzung steht für „Jüdische Jugend Baden“. Eine Gruppe, die zuletzt bei dem Wettbewerb außerordentlich erfolgreich war: 2015 holte sie den Sieg am damaligen Austragungsort Köln. In der Folge war 2016 damit Mannheim Gastgeber.

Zweimal siegreich

Auch dort gewannen die Jugendlichen am Ende und machten es so möglich, dass die Veranstaltung nach Karlsruhe kommt. Zuvor waren unter anderem Berlin, München und Hamburg Gastgeber des Spektakels. Organisatorisch verantwortlich ist heute der Zentralrat der Juden.

Weitere badische Gruppe am Start

In der Schwarzwaldhalle wird am 18. Februar eine weitere badische Gruppe um Punkte kämpfen: Nämlich „Fantastic4 feat. JuJuBa“ mit Kindern und Jugendlichen der Gemeinden Baden-Baden, Emmendingen, Freiburg und Heidelberg. Die gesamte Veranstaltung steht unter dem Motto „United Cultures of Judaism“.

Menschen unterschiedlicher Herkunft

„Wie ein friedliches Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen gelingen kann, ist ein hochaktuelles Thema. Auch in der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland finden sich Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft“, erklärt der aktuelle Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster.

Er freue sich, dass sich die Jugendlichen kreativ mit diesem Thema beschäftigen. „Die Jewrovision leistet damit einen aktiven Beitrag zum interkulturellen Verständnis“, ist er sicher.

Tickets

Eintrittskarten kosten zehn, ermäßigt sieben Euro. Sie können hier per E-Mail bestellt werden. Weitere Infos sind telefonisch erhältlich unter der Nummer (0 30) 2 84 45 60.