Die Pfinz führte Anfang Juni Hochwasser. Hochwasser. | Foto: privat

Schutz vor Hochwasser

Karlsruhe mit drei-Säulen-Strategie

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Auch die Region Karlsruhe ist mit den Flüssen Rhein, Pfinz, Alb und über 100 weiteren Gräben und kleinen Bächen der Gefahr von Hochwasser ausgesetzt. „Nach wie vor wird beim Hochwasserschutz die Drei-Säulen-Strategie aus Hochwasservorsorge, Hochwasser-Flächenmanagement sowie dem Technischer Hochwasserschutz verfolgt“, erklärt Andrea Altenburg von der Pressestelle der Stadt. Auch aufgrund von Starkregen kam es in diesem Jahr bereits mehrmals zu Hochwasser, welches zu Überflutungen und hohen Schäden führte.

Von Simone Schneidewind, Jonas Meier-Arendt und Jannick Holste

Um Schäden im Eigenheim zu verhindern, sei es wichtig, über Schutzmaßnahmen informiert zu sein. Für viele Menschen werden Starkregen und Hochwasser dann zum Problem, wenn das Wasser in Gebäude eindringt. Schnell füllen sich Kellerräume mit Wasser, elektronische Geräte, Möbel und Böden gehen kaputt.

Wenn das Abwasser im Kanalnetz auf die Höhe der Straße ansteigt, sind alle Ablaufstellen im Haus gefährdet. Abwasser kann beispielsweise aus Toilette und Waschbecken treten. Ohne eine Hebeanlage, die das Wasser zurück in die Kanalisation pumpt, ist der Betroffene den Wetterereignissen ausgeliefert. Solche Anlagen sollten deshalb nach Angaben von Experten auch regelmäßig gereinigt und gewartet werden.

Um Kellerüberflutungen zu vermeiden, gibt es laut Experten bereits beim Bau einiges zu beachten: So könnten etwa Hauseingänge und außenliegende Kellertreppen durch Schwellen, Stufen und Überdachungen überflutungssicher gemacht werden. Kellerschächte sollten außerdem hoch und wasserdicht sein. Auch Garagenzufahrten sollten durch bauliches Ansteigen das Eindringen von Wasser verhindern.

In den landesweit erstellten Hochwassergefahrenkarten werden Überflutungsgefahren dargestellt, um Hochwasserrisiken zu erkennen, zu reduzieren und neue zu vermeiden. Sie liefern konkrete Informationen zum bewussten Umgang mit Hochwasser. Mit Hilfe der Informationen können Schutzmaßnahmen geplant und optimiert werden. Eine weitere Möglichkeit, um aktuelle Wasserstände und Wasserstandsvorhersagen abzurufen, ist die App “Mein Pegel”. Sie wird vom länderübergreifenden Hochwasserportal, einer gemeinsamen Initiative der deutschen Bundesländer, zur Verfügung gestellt.  https://www.hochwasserzentralen.info/meinepegel/, https://www.hochwasser.baden-wuerttemberg.de/hochwasserrisikokarten