Schlittschuhlaufen
Auf dem Ruderbootsee ist das Schlittschuhlaufen jetzt erlaubt. | Foto: jodo

Stadt gibt Ruderbootsee frei

Karlsruher Günther-Klotz-Anlage – Schlittschuhlaufen erlaubt

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Auf das offizielle Okay haben die Karlsruher gar nicht erst gewartet: Seit Tagen flitzen Schlittschuhläufer in der Günther-Klotz-Anlage über den Ruderbootsee – dessen östlichen Teil gegenüber der großen Wiese das Gartenbauamt am Dienstag nun explizit für das Vergnügen auf Kufen zur Verfügung stellt. Am Morgen glättete zunächst ein städtischer Tross die Fläche etwas und sperrte sie von dem Bereich ab, der noch keine tragfähige Schicht aufweist. Dort ist Schlittschuhlaufen nicht zulässig. Auf der freigegebenen Fläche allerdings waren die Aktivitäten auf Kufen vielfältig – am Dienstagnachmittag etwa traf man sich dort zum Eisstockschießen.

Schlittschuhlaufen auf dicker Eisdecke

Im östlichen Teil maß das Gartenbauamt am Wochenbeginn eine elf Zentimeter dicke Eisdecke. Schon vor der offiziellen Freigabe hatten am Sonntag viele Karlsruher ihr Vergnügen auf dem Ruderbootsee in der Günther-Klotz-Anlage.  (Video: Karin Stenftenagel)

Der Stadtgartensee hingegen bringe es aktuell erst auf eine Eisschicht von rund acht Zentimetern. Damit dürfe er noch nicht betreten werden, heißt es.

See im Schlossgarten wird nie freigegeben

Eine offizielle Freigabe des ebenfalls zugefrorenen Sees im Schlossgarten für das Schlittschuhlaufen wird indessen nicht erfolgen. „Das machen wir nie“, erläutert Gartenmeister Thomas Huber.

Den zwei Buben, die Nachmittag nach Schulschluss in den Schlossgarten eilten, war das egal. Flink und geschickt drehten sie ihre Runden.

Wir sind nicht lebensmüde

„Wir sind nicht lebensmüde. Das Eis trägt“, riefen sie Passanten zu, die sie begeistert winkend zu sich auf die Fläche einluden. In der Tat hatte mancher Spaziergänger tatsächlich Schlittschuhe dabei. Und das keineswegs zufällig, wie eine KIT-Studentin berichtete: „Ich wollte eigentlich zur Eiszeit vor dem Schloss“, erklärte die 21-Jährige, die dann doch den See vorzog.

„Ich komme aus Russland, da bin ich als Kind oft auf dem See Schlittschuh gelaufen. Da war es noch viel kälter als es hier ist.“

Eisschollen
Im Rheinhafen treiben Eisschollen | Foto: jodo

Dennoch: Auch in Karlsruhe ist es weiter eisig. Im Rheinhafen treiben große Eisschollen im Wasser. Und am Steg beim Rheinklub Alemannia ist eine Fläche zugefroren.

Sturmhaube schützt

Die Radler, die die Minusgrade nicht auf andere Verkehrsmittel umsteigen lassen, sind warm eingepackt, mit Schal, Mütze, Ohrenschützer und zum Teil sogar Sturmhaube.

Und auch die Sportfreunde, die dem Eis auf dem See misstrauen und doch lieber bei der „Stadtwerke Eiszeit“ vor dem Schloss ihre Runden drehen, setzen auf warme Kleidung – die schon mal putzig daher kommen kann: Eine junge Mutter steckte ihren kleinen Sohn so in eine Art Teddybärenoverall. Ein wärmendes Kostüm inklusive Plüschöhrchen, in dem der Bub dann auf die Fläche ging – begeistert und doch vorsichtig: Das Kind hielt sich nämlich erst mal an einem der Pinguine fest, die Fahranfängern auf dem rutschigen Grund den nötigen Halt verleihen.

 

Auch rund um Karlsruhe hat der Winter alles im Griff: