Tatort Nordoststraße in Karlsruhe: Hier kam es zu der Bluttat. | Foto: dpa

Lebensgefährte festgenommen

Karlsruhe: Siebenjährige mit Messerstichen lebensgefährlich verletzt

In Karlsruhe ist ein siebenjähriges Kind zum Opfer eines Beziehungsdramas geworden. Nach Angaben des Polizeipräsidiums  wird ein 33-jähriger Mann beschuldigt, die Tochter seiner Lebensgefährtin mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt zu haben. Der Vorfall ereignete sich laut Behördenangaben am Donnerstagabend um 19 Uhr. Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der Mann  in einer Wohnung in der Nordoststraße auf das Kind eingestochen.

Bei Bekannten Zuflucht gefunden

Die Partnerin hatte den Ermittlungen zufolge mit ihrer Tochter wegen Streitigkeiten die gemeinsame Wohnung verlassen und bei einer Bekannten Zuflucht gefunden. „Der Beschuldigte soll sich zu der Wohnung in der Nordoststraße begeben haben, in dem Wissen, dass weder die Mutter noch die Wohnungsinhabern anwesend sind“, heißt es im Polizeibericht. Auf Klingeln sei ihm von dem Mädchen und zwei weiteren anwesenden Kindern geöffnet worden. Der 33-Jährige soll daraufhin in der Wohnung die Siebenjährige angegriffen und ihr mit dem Messer lebensgefährliche Verletzungen beigebracht haben. Anschließend sei er geflüchtet. Warum er seinen Zorn an dem Kind ausließ, blieb zunächst unklar.

In Tatortnähe festgenommen

Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen konnte der aus Kamerun stammende Beschuldigte unweit des Tatortes vorläufig festgenommen werden, berichtet die Polizei. Das Kind sei vor Ort notärztlich versorgt und in eine Klinik gebracht worden. „Derzeit ist das Mädchen außer Lebensgefahr“, berichten die Behörden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe werde der 33-Jährige dem zuständigen Haftrichter vorgeführt. Dem Mann wird versuchter Mord vorgeworfen.