Die Polizei hat die Ermittungen aufgenommen. | Foto: Hora

Verein weist Vorwurf zurück

Karlsruhe: Attacken beim Fußballspiel in Knielingen

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Bei einem Jugendfußballspiel auf dem Sportplatz des VfB Knielingen kam es am Mittwochabend zu einem Körperverletzungsdelikt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nach der Halbzeitpause kam es bereits zu kleineren körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den Jugendspielern des VfB Knielingen und dem SV Burbach.

Verletzungen nach hitzigem Wortgefecht

Im Zuge dieser Konflikte heizte sich die Stimmung weiter auf, sodass der Trainer des SV Burbach nach einer Beleidigung das Gespräch mit der gegnerischen Mannschaft suchte. In Folge des Wortwechsels wurde der Trainer von einem Verantwortlichen des VfB Knielingen am Hals gepackt und gewürgt. Dabei verletzte er sich leicht und musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Das berichtete die Polizei am Donnerstag.

VfB Knielingen weist Anschuldigung zurück

Beim VfB Knielingen fällt man aus allen Wolken angesichts des Polizeiberichts. „Es wurde niemand gewürgt, es wurde niemand geschlagen,“ sagt der stellvertretende Vorsitzende Uwe Wagner gegenüber den BNN. „Dafür haben wir Zeugen.“ Man streite nicht ab, dass etwas passiert sei, dabei handele es sich aber um Wortgefechte. Der Trainer des SV Burbach sei allenfalls „geschubst“ worden und habe sich noch längere Zeit auf dem Platz aufgehalten.

Fußballkreis will alle Beteiligten an einen Tisch holen

Beim Fußballkreis Karlsruhe, genauer gesagt beim Vorsitzenden des Fußballkreises Karlsruhe, Thomas Rößler, kennt man am Donnerstag zunächst auch nur die von der Polizei verbreitete Meldung. Rößler verweist auf Maßnahmen, die in einem derartigen Fall ergriffen werden. „Jeder Fall, der uns gemeldet wird, führt erst einmal zu einem sportgerichtlichen Verfahren“. Dies kann mit einer Geldstrafe, einem Verweis oder eine Sperre für die Beteiligten oder gar den verursachenden Verein enden. „Viel wichtiger ist aber die Tatsache, dass wir alle Beteiligten an einen Tisch holen – völlig unabhängig von einer sportgerichtlichen Verurteilung.“ Im Knielinger Fall gelte es zu analysieren, was dort schief gelaufen sei. „Denn spätestens in der Rückrunde sehen sich die beiden Vereine wieder,“ so Rößler.

Bereits der zweite Fall von Gewalt im Amateurfußball

Erst am Samstag hat es ebenfalls einen Vorfall von Gewalt im Amateurfußball in der Region gegeben. Der Spieler Kushtrim Lushtaku des CfR soll den Trainer Gökce nach einem verschossenen Elfmeter mit einem Tritt derart verletzt haben, dass der Trainer sich mit einer Rippenprellung im Krankenhaus behandeln lassen musste (die BNN berichteten). Lusthaku selbst streitet den Tritt ab, nicht aber die Eskalation.

(ots/bnn)