Der Auftakt zum Weihnachtsgeschäft bescherte den Karlsruher Händlern eine volle Innenstadt. | Foto: jodo

Kostenlos in die Stadt

Karlsruher Citymarketing spricht von erfolgreichem Start ins Weihnachtsgeschäft

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Der Karlsruher Handel ist stark ins Weihnachtsgeschäft gestartet. Am Samstag vor dem ersten Advent war die Stadt voll und der Andrang in den Geschäften groß. Vielleicht auch deswegen, weil viele Händler den „Black Friday“ ins Wochenende hinein verlängert haben – und die Anreise in die Stadt mit dem öffentlichen Nahverkehr für Besucher kostenlos war.

Alle Jahre wieder… Die Geschäfte sind festlich herausgeputzt. An Christbäumen glitzern goldene Kugeln. In den Schaufenstern haben sich Engel und Nussknacker breit gemacht. Weihnachtsmänner scheinen jedem vorbeieilenden Passanten ein fröhliches „Ho Ho Ho“ zuzurufen. Der Straßenmusiker hat sein Repertoire angepasst. Gerade spielt er „Let it snow!“ auf seinem Akkordeon in der Lammstraße. Doch das Publikum hastet vorbei.

Anderes lockt die Menschen. Die Geschenkejagd ist eröffnet. Und obendrauf gibt es noch Prozente. Viele Händler haben am Samstag vor dem ersten Advent nahtlos an den Black Friday angeknüpft und ihre Rabattaktionen verlängert. Mancher macht gleich ein Black Weekend, ein Wochenende, daraus, andere gar eine ganze Schnäppchen-Woche, eine Black Week. Was nun tatsächlich ein Schnäppchen ist und was eine Mogelpackung… die Reduziert-Schilder scheinen viele Kunden auf jeden Fall magisch anzuziehen.

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Kostenlose Nutzung des Nahverkehrs entspannt Parksituation

Lasst uns froh und munter sein… „Die Frequenz in der Innenstadt ist gut, die Läden sind voll“, resümiert am späten Nachmittag Dennis Fischer vom Karlsruher Citymarketing. „Das Wetter spielt uns auch in die Karten.“ Nicht nur Menschen aus der Region schieben sich durch die Straßen und Geschäfte, auch viele Franzosen und Schweizer. „Es zeigt, dass Karlsruhe als Destination in der Weihnachtszeit gefragt ist“, freut sich Fischer. „Das Gesamterlebnis stimmt, man hat neben dem Einkaufen mit dem Christkindlesmarkt und der Eiszeit Möglichkeiten zum Verweilen – das genau suchen die Leute.“

Zahlreiche Besucher der Innenstadt nahmen das Angebot des kostenlosen Nahverkehrs wahr. | Foto: jodo

Viele sind mit dem Öffentlichen Nahverkehr angereist, Bus und Bahn können an diesem Tag kostenlos genutzt werden – ebenso wie an den kommenden drei Samstagen im Advent. Das entspannt die Situation in den Parkhäusern, überall gibt es freie Stellplätze. Mit Ausnahme vom Einkaufscenter „Ettlinger Tor“, dort ist alles dicht. Die Autofahrer warten dennoch beharrlich weiter, was zu längeren Rückstaus auf der Kriegsstraße führt.

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Holzspielzeug ist beliebt wie eh und je

Morgen, Kinder, wird’s was geben… Im Spielwarenladen „Kinderglück“ ist man schon mittendrin im Weihnachtsgeschäft, sagt Inhaberin Anna Barbara Paschen. „Gefragt sind in diesen Tagen Kleinigkeiten, mit denen Adventskalender gefüllt werden.“ Beliebt sind außerdem Ostheimer Holztiere und Krippenfiguren.

Klassiker wie Holzspielsachen, Puppen und Bücher seien nach wie vor sehr beliebt. „Und natürlich viel Plüsch“, sagt die Händlerin. Teddy und Co. haben jedoch vegetarische Konkurrenz bekommen. Paschen eilt zum Regal und greift lachend nach einer Plüsch-Ananas, die neben einer Wassermelone, einer Kirsche, einer Paprika und einer Zwiebel thront. „Die sind der Renner, die kommen bei Jugendlichen und Erwachsenen gut an.“

O Tannenbaum… Die Erzgebirge-Engel fliegen wortwörtlich so schnell davon, dass Christine Calmbach-Knopf vom Schreibwarenladen „Erhardt“ am Ludwigsplatz gar nicht nachkommt, das Orchester im Schaufenster aufzufüllen. Sie macht vor allem einen Trend aus: „Die Menschen suchen nach traditionellen, schönen Sachen. Lieber weniger, dafür aber hochwertig.“

Elegantes und Edles hoch im Kurs

Auch elegante Schreibgeräte, Aktentaschen, Geldbörsen und spezielle Etuis, die Kreditkarten vor dem Auslesen schützen, werden unter dem Christbaum liegen. Ebenfalls nachgefragt: Kerzen und Deko für Adventskränze. „Und Weihnachtsschmuck, vor allem unsere Vögel sind ein Highlight“, sagt die Händlerin. Bei den Farben greifen die Kunden am liebsten zu den Klassikern Rot und Gold. „Aber auch Beerentöne und Petrol sind in diesem Jahr beliebt.“

Festlich geschmückt und stark frequentiert: Das Einkaufscenter am Ettliner Tor.
Festlich geschmückt und stark frequentiert: Das Einkaufscenter am Ettliner Tor. | Foto: jodo

Morgen kommt der Weihnachtsmann… „Die Kunden suchen bereits gezielt nach Geschenken“, sagt Marc Ephraim, Inhaber der gleichnamigen Boutique in der südlichen Waldstraße. Gefragt sind vor allem Accessoires wie Schals und Tücher sowie edle Oberteile, zum Beispiel aus Cashmere. „Zu Weihnachten darf es ruhig etwas ausgefallen sein“, sagt Ephraim.

Häufig kämen Paare gemeinsam zum Einkauf. Das Geschenk wird ausgesucht, verpackt und später unter den Weihnachtsbaum gelegt. So erspart man sich Fehlkäufe und den Umtausch. Noch vor Weihnachten macht sich der Modehändler selbst ein Geschenk und eröffnet einen Online-Shop. Ephraim ist überzeugt: „Den Onlinehandel zu verteufeln, bringt nichts. Es ist nun mal der Zeitgeist, es gibt neue Formen des Einkaufens.“

Zufriedenheit bei den Händlern

O du fröhliche… Über die volle Innenstadt freut sich Frank Theurer, Geschäftsführer der City Initiative Karlsruhe: „Die Menschen möchten sich gerne ihre Inspiration vor Ort holen und das Einkaufserlebnis in den weihnachtlich geschmückten Straßen genießen. Im Onlinehandel kann man das so nicht erleben.“ Die Händler seien zufrieden mit dem Auftakt ins Weihnachtsgeschäft. Der Black Friday habe vielen Geschäften eine hohe Frequenz beschert. Besonders gut gingen Damen- und Herrenjacken, Strickjacken, Pullover sowie Accessoires wie Handschuhe, Mützen und Schals, zeigte Theurers Umfrage bei den Händlern in der Innenstadt.