Bill „Horyzon“ Hu von KIT eSports White. Das Karlsruher Team tritt am Wochenende beim University eSports Masters gegen Teams aus ganz Europa an.
Bill „Horyzon“ Hu von KIT eSports White. Das Karlsruher Team tritt am Wochenende beim University eSports Masters gegen Teams aus ganz Europa an. | Foto: KIT eSports

League of Legends

Karlsruher E-Sportler gehören zu den besten Europas

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Der Höhenflug geht weiter: Das Karlsruher League of Legends („LOL“) Team des KIT hat sich für die Europameisterschaft in Madrid qualifiziert. Für das Team ist das der erste internationale Auftritt – und dabei geht es um mehr als nur um Prestige.

Ist Karlsruhe bald die Heimat von frischgebackenen Europameistern? Nach Ansicht von Henning Poensgen ist das gar nicht so unwahrscheinlich: „Wir haben gute Chancen, das zu gewinnen“, meint er zuversichtlich. „Das“, das ist das University Esports Masters League of Legends Turnier am kommenden Wochenende (21. und 22. Juni) in Madrid. „Wir“, das ist das KIT eSports White Team der League-of-Legends-Division am Karlsruher Institut für Technologie. Poensgen ist sportlicher Leiter von KIT eSports und organisiert und koordiniert die verschiedenen E-Sports-Teams.

Was ist „League of Legends“?
Im Computerspiel „League of Legends“ geht es darum, aus einer Auswahl von virtuellen Figuren mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen ein Team zusammenzustellen und damit die gegnerische Mannschaft auf dem virtuellen Schlachtfeld zu übertrumpfen. „League of Legends“ ist seit Jahren ein beliebtes und überaus erfolgreiches Spiel mit einer lebhaften Profiszene, die zehntausende Zuschauer in der ganzen Welt in die Hallen und vor die Bildschirme zieht.


KIT eSports White gehört zu den besonders erfolgreichen Karlsruher Uni-Mannschaften: Zu Beginn des Jahres gewannen die fünf Spieler die deutsche Uni-Liga, nun gingen sie beim Qualifikationsturnier für die University E-Sports Masters den nächsten Schritt. In Madrid gilt es dann herauszufinden, welches Uni-League-of-Legends-Team das beste in Europa ist – und bei der LICC in Hongkong dann sogar um die Krone des Weltmeisters mitkämpfen darf (LICC steht für „LOL International Collegiate Championship“). Auf dem Turnier gibt es auch Geldpreise zu gewinnen – die sind im semiprofessionellen Uni-E-Sports-Bereich aber nicht zu vergleichen mit den Summen, die es im professionellen E-Sport teilweise zu holen gibt.

Wir haben jetzt mit der Qualifikation und dem Gewinn der Liga zweimal bewiesen, dass wir an der Spitze der deutschen Uni-Liga stehen.

Henning Poensgen, sportlicher Leiter von KIT eSports

„Das ist etwas ganz Besonderes für das Team“, weiß Henning Poensgen. „Wir haben jetzt mit der Qualifikation und dem Gewinn der Liga zweimal bewiesen, dass wir an der Spitze der deutschen Uni-Liga stehen. Das Turnier in Madrid wird jetzt der erste internationale Auftritt als Team. Die Spieler freuen sich sehr und sind sehr aufgeregt.“


Auf einer Position neu besetzt

Seit der vergangenen Saison hat sich die fünfköpfige Mannschaft nur auf einer Position verändert: Alwin Pohl tritt kürzer, weil er aktuell an seiner Bachelorarbeit schreibt, sagt Poensgen im Gespräch mit bnn.de. Nachgerückt ist Georg Kinzel – ansonsten ist das Team aber in alter und eingespielter Besetzung erhalten geblieben: Gilles Chen, Filip Prentovic, Bill Hu und Jan Tomasu sind ebenso wie Teammanager Tobias Brunke mit dabei, wenn es nach Madrid geht. Leiter Henning Poensgen wird das Turnier von Deutschland aus verfolgen: Das Turnier wird auf der Internetseite twitch.tv live übertragen. Dann schauen tausende Fans aus ganz Europa online zu, wie sich die Karlsruher League-of-Legends-Könner in der Kluft der Beschwörer schlagen. Und wer weiß: Vielleicht ist der Höhenflug von KIT E-Sports White in Spanien ja noch nicht zu Ende.