Der Bernstein umschließt die Feder.
Der Bernstein umschließt die Feder. | Foto: Ivo Rappsilber

Forschung in vollem Gange

Karlsruher Forscher untersuchen seltene Bernsteinfeder

Anzeige

Seit 2017 fördert die Goitzsche Bernstein GmbH das ausgehärtete Baumharz vom Grund des ehemaligen Tagebausees. Dabei wurde ein Bernstein entdeckt, der eine etwa 24 Millionen Jahre alte Feder umschließt. Nun liegt es an dem Karlsruher Forscher Dr. Albrecht Manegold, der am Naturkundemuseum arbeitet, herauszufinden, zu welchem Urvogel diese Feder gehörte.

Von unserer Mitarbeiterin Hannah Birner

Eine Mitarbeiterin des Naturkundemuseums hat den Bernstein persönlich aus Sachsen-Anhalt abgeholt. Nun untersucht der Biologe und Kurator Manegold den Fund. Bei dem derzeitigen Stand der Forschung sei es noch zu früh, um von wissenschaftlichen Ergebnissen zu sprechen, so der Experte.

40-fache Vergrößerung durch Stereolupe

Die Seltenheit dieses Fundes mache ihn so bedeutend für die Wissenschaft, sagt der 46-Jährige. Die Bernstein-Feder wird mit sogenannten Stereolupen untersucht. Diese ermöglichen eine 40-fache Vergrößerung. Federfahne, -äste und -strahlen lassen sich dadurch untersuchen und mit anderen Vogelfedern vergleichen.

War es eine Papageienfeder?

Da es zur damaligen Zeit sehr warm in Mitteleuropa gewesen sei, müsse man in Erwägung ziehen, dass es sich um eine Papageienfeder handele, sagt Manegold. Um das zu überprüfen, werde die Struktur der Bernstein-Feder, mit jener von heutigen Papageien verglichen.

Rückgabe der Feder

Wenn die Forschungen in Karlsruhe abgeschlossen sind, wird die Bernsteinfeder wieder zurück an ihren Fundort Bitterfeld, in Sachsen-Anhalt gebracht.