Das Team der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft hat den HackZurich gewonnen: Tobias Oliver Khan, Jan André, Dennis Wehrle und Matt Koslowski (von links nach rechts).
Das Team der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft hat den HackZurich gewonnen: Tobias Oliver Khan, Jan André, Dennis Wehrle und Matt Koslowski (von links nach rechts). | Foto: Engelmann

5.000 Franken Preisgeld

Karlsruher Hochschulteam siegt beim HackZurich

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Das Team der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft hat den internationalen Programmierwettbewerb HackZurich gewonnen. Das wurde am Donnerstag bekanntgegeben. Jan André, Matt Koslowski, Tobias Oliver Khan und Dennis Wehrle ließen dabei im Technopark Zürich 149 Mannschaften hinter sich und strichen das Preisgeld von 5.000 Schweizer Franken ein.

Beim Hackathon in Zürich wurde durchgehend an drei Tagen und zwei Nächten programmiert. Es ist Europas größter Programmierwettbewerb dieser Art mit 5.000 Bewerbern und mehr als 500 Teilnehmern in 150 Teams aus 50 Ländern aller Kontinente.

Team gewinnt HackZurich mit Anwendung für Rettungskräfte

Beim HackZurich gibt es keine übergeordneten Themen oder Aufgabenstellungen und damit zu erfüllende Vorgaben. „In Teams von zwei bis fünf Teilnehmern sollen diese in 40 Stunden Probleme programmiertechnisch lösen und vor allem viel Spaß haben“, betont Dennis Wehrle. Im Wettbewerb konnten die Karlsruher eine Anwendung entwickeln und der Jury präsentieren, die Rettungskräfte in brennenden Gebäuden über Einblendungen direkt zu Personen führen kann, die sich noch im Gebäude befinden.

Das mit Sensoren ausgestattete Gebäude erkennt, dass ein Feuer ausgebrochen ist und alarmiert selbstständig die Feuerwehr. Die eingetroffene Einsatzleitung kann über eine App auf die Daten des Gebäudes und die der Retter zugreifen. Wo genau liegt der Brandherd? Wo befinden sich noch Personen, die gerettet werden müssen? Wie ist die Situation der Retter?

Investition in Kryptowährungen

Mit diesen Daten kann die Einsatzleitung den Rettern im Gebäude Informationen zukommen lassen. Die Retter verfügen dazu am Helm über eine „HoloLens“, über die Hologramme im Blickfeld des Trägers eingeblendet werden, beispielsweise mit Wegbeschreibungen zu den Hilfebedürftigen. Das funktioniert auch, wenn die Sicht beispielsweise durch Rauch beeinträchtigt ist. So haben die Retter alles in ihrem Sichtfeld und zudem die Hände frei, was für die Arbeit sehr hilfreich ist.

Den größten Teil des Gewinns haben die Studenten in Kryptowährungen investiert, so Khan: „Das kann auch nicht schaden, denn als nächstes reisen wir zum Blockchain-Hackathon der UN-Klimawandel-Konferenz nach Bonn.“

Auch der Schweizer Fernsehsender ZüriNews hat über den Hackathon berichtet.