Im Wartestand sind weiterhin die deutschen Proficlubs. Die DFL will die Spielpause bis mindestens 30. April verlängern.
Im Wartestand sind weiterhin die deutschen Proficlubs. Die DFL will die Spielpause bis mindestens 30. April verlängern. | Foto: dpa

Neustart Mitte Mai?

KSC hofft wie DFL auf baldiges Ende der Corona-Pause

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Das planmäßige Ende soll zum Startschuss für den Neuanfang werden – so zumindest erhofft es sich die Deutsche Fußball Liga (DFL). Am 16. und 17. Mai sollten eigentlich die letzten Spieltage in Liga eins und zwei über die Bühne gehen, doch die Corona-Krise hat alle Pläne hinfällig werden lassen – auch die des KSC.

Nun erörtert die DFL die Möglichkeiten, die es gibt, um die Saison doch noch regulär zu beenden, und muss dabei flexibel bleiben. Im April soll der Ball definitiv noch ruhen, einen entsprechenden Vorschlag wird die DFL den 36 Proficlubs bei der Mitgliederversammlung am kommenden Dienstag unterbreiten. „Das kam für uns nicht überraschend“, erklärte Michael Becker, Geschäftsführer des Zweitligisten Karlsruher SC.

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Champions League wegen Covid-19 in abgespeckter Form im Juli?

Die Zustimmung der Vereine dürfte nur Formsache sein. Doch wie geht es weiter? Laut Bild-Zeitung hofft die DFL auf einen Wiedereinstieg Mitte Mai. Demnach soll die Saison bis 30. Juni mit Geisterspielen zu Ende gespielt werden. In der Champions League sollen die verbliebenen Clubs im Juli in einer abgespeckten Variante den Sieger ermitteln.

Es gibt da keine Denkverbote.

Michael Becker, KSC-Geschäftsführer

Wie realistisch das ist, kann im Moment keiner sagen. Weitere Alternativen stehen im Raum. „Es war ja auch schon in der Diskussion, alle 48 Stunden zu spielen oder über den 30. Juni hinaus. Es gibt da keine Denkverbote“, betont Becker, der es für machbar hielt, die Arbeitsverträge der Spieler einfach um einen Monat zu verlängern.

Baldige Rückkehr auf den Trainingsplatz wegen Coronavirus unwahrscheinlich

Die KSC-Profis arbeiten indes nach wie vor im Homeoffice an ihrer Fitness. Wann sie wieder auf den Platz dürfen, steht noch nicht fest.

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„Wir sind weiterhin in Abstimmung mit der Politik“, sagt Becker, der aber nicht mit einer Rückkehr zum regulären Trainingsbetrieb rechnet, solange die verschärften Ausgangsbeschränkungen noch gelten. Ziel bleibt in Karlsruhe wie auch andernorts aber, die letzten neun Spieltage auszutragen, sobald die Corona-Pandemie es zulässt.

Auch beim Rechtepoker muss DFL auf Zeit spielen

Allein schon um der TV-Gelder willen haben alle Beteiligten ein Interesse daran, dass der Ball bald wieder rollt. Mit welchen Einnahmen aus den Fernseh-Töpfen die Clubs ab 2021/22 planen können, sollte sich eigentlich beim Rechtepoker zwischen dem 27. April und 8. Mai entscheiden. Doch der ist erst einmal auf Juni verschoben. Auch hier spielt die DFL notgedrungen auf Zeit.

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Virtuell rollt der Ball bereits am Samstag wieder

Immerhin: Virtuell rollt der Ball bereits am kommenden Samstag wieder. Dann startet der Wettbewerb „Bundesliga Home Challenge“, bei dem sich 26 der Proficlubs in der Fußball-Simulation FIFA 20 duellieren. Pro Team ist mindestens ein Lizenzspieler und „eine Person aus dem entsprechenden Club oder dessen Umfeld“ am Start, teilte die DFL mit.