In den Sternen steht in diesem Jahr die Dinnershow Crazy Palace.
In den Sternen steht in diesem Jahr die Dinnershow Crazy Palace. | Foto: Gustai/pixelgruen

Corona-Maßnahmen problematisch

Karlsruher Weihnachtszirkus und Crazy Palace hoffen auf weitere Lockerungen

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In Stuttgart und Hamburg wurden die großen Dinnershows bereits abgesagt. In Karlsruhe halten die Macher von Crazy Palace bislang an einem Saisonstart Ende November in einem Varieté-Zelt auf dem Messplatz fest.

„Derzeit spielen wir mehrere Szenarien durch. Bis spätestens Ende Juli müssen wir dann eine endgültige Entscheidung treffen“, sagt der kaufmännische Crazy-Palace-Geschäftsführer Günter Liebherr.

Für einen Silberstreif am Horizont der Dinnershow sorgten die jüngsten Lockerungen der Corona-Verordnungen. Ab Montag dürfen Restaurants wieder öffnen und ab Anfang Juni sind laut den aktuellen Plänen der Landesregierung auch wieder Veranstaltungen mit bis zu 100 Teilnehmern erlaubt.

Wenn es noch weitere Lockerungen gibt, könnten wir die Spielzeit durchziehen.

Günter Liebherr, Crazy-Palace-Geschäftsführer 

Für einen wirtschaftlichen Betrieb müssten mindestens 200 Besucher erlaubt sein. „Wenn es noch weitere Lockerungen gibt, könnten wir die Spielzeit durchziehen“, sagt Liebherr.

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Varieté-Macher suchen für Karlsruhe größeres Zelt

Damit der Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen allen Gästen problemlos eingehalten werden kann, haben sich Liebherr und der künstlerische Geschäftsführer Rolf Balschbach bereits nach größeren Zelten erkundigt und mit Künstlern wegen eines reduzierten Engagements verhandelt.

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„Wir bräuchten ein Zelt mit einem Fassungsvermögen von mindestens 450 Leuten. Da könnten wir den Hygieneschutz für gut 200 Besucher problemlos garantieren“, sagt Liebherr. Von den zuständigen Behörden fühlt sich Liebherr derzeit allerdings etwas im Stich gelassen.

„Wir haben schon mehrfach beim Ministerium angerufen. Aber bislang erhalten wir keine echte Planungsperspektive“, beklagt Liebherr.

Karlsruher Weihnachtscircus wartet auf klare Ansagen

Auf klare behördliche Vorgaben warten auch noch die Organisatoren des Karlsruher Weihnachtscircus. „Im Großen und Ganzen steht das Programm. Nun müssen wir warten, ob nach dem 31. August größere Veranstaltungen wieder erlaubt sind und falls ja, zu welchen Bedingungen“, sagt Zirkus-Sprecher Kevin Leppien.

Um wirtschaftlich zu arbeiten, brauche man etwa 800 Besucher pro Vorstellung. Ein größeres Zelt als das markante gelb-rote Chapiteau sei wegen der beengten Situation auf dem winterlichen Messplatz mit Weihnachtscircus, Crazy Palace und Skandidorf nur schwer vorstellbar.

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Verlängerung der Zirkus-Saison möglich

Wenn das Zelt wegen der Hygiene-Vorgaben nur mit deutlich weniger Besuchern bespielt werden darf als bisher, ist laut Leppien die Verlängerung der Spielzeit eine mögliche Variante. „Dann können wir mit mehr Vorstellungen auf dieselben Besucherzahlen kommen wie in den Vorjahren“, betont der Marketingexperte.

Allerdings würden dann sowohl die Gagen für die Künstler als auch die Energiekosten für die Beheizung des Zeltes aller Voraussicht nach deutlich höher ausfallen als üblich. Eine Entscheidung werden die Weihnachtscircus-Macher des Waldenburger Unternehmens Romanza Circusproduktion wohl frühestens im Juli fällen, so Leppien „Es ist noch so Vieles in der Schwebe und deshalb müssen wir noch abwarten.“