Partnerstädte
Zukunft ungewiss: Ob sich die Partnerstädte auch künftig noch in einem eigenen Partnerschaftshaus auf dem Weihnachtsmarkt präsentieren können, steht in den Sternen. Die Verwaltung schlägt vielmehr vor, Flächen in der Kulturhütte bereitzustellen. | Foto: jodo

Nancy, Nottingham & Co.

Kehren Karlsruhes Partnerstädte auf den Christkindlesmarkt zurück?

Anzeige

Karlsruhes Partnerstädte dürfen sich auch in Zukunft auf dem Weihnachtsmarkt – Christkindlesmarkt genannt – präsentieren. Allerdings wird dies wohl nicht mehr wie in den Jahren 2000 bis 2016 in einer eigenen Hütte geschehen. Die Verwaltung schlägt vielmehr vor, den Freundeskreisen tage- oder wochenweise Flächen in der Kulturhütte anzubieten.

Dies geht aus der Antwort auf einen Antrag der FDP hervor. In dem machen sich die Liberalen für eine Rückkehr der Partnerschaftshütte stark und drängen auf eine Gegenfinanzierung im nächsten Doppelhaushalt. Dabei geht es offenbar nicht um Geld sprich Standgebühren.

Freundeskreise brauchen Helfer

Die Freundeskreise der Partnerstädte sowie der Fregatte Karlsruhe hatten abwechselnd ehrenamtlich Dienst am Stand geschoben und über ihre Arbeit informiert. Dabei wurden teilweise auch Spezialitäten angeboten. Allerdings fiel es den Aktiven zuletzt zum Teil sehr schwer, die nötigen Kräfte aufzubieten.

Auch interesssant: Keine Zukunft für die Waldweihnacht: Karlsruhe Christkindlesmarkt zurück auf den Marktplatz

Die Freundeskreise verpflichteten daher teilweise zusätzlich gewerbliche Anbieter, die Waren aus der entsprechenden Städte vertrieben, oder übergaben den Stand komplett an solche Kleinunternehmen, berichtet das Rathaus. Wo dies nicht gelang, sei die Bude zeitweise früher geschlossen worden. Dies habe zu Unmut bei den benachbarten gewerblichen Standbetreibern geführt, die früher bis 20, inzwischen bis 21 Uhr arbeiten.

Halle war schon in der Kulturhütte

Daher sei der Verzicht auf ein eigenes Häuschen der Städtepartner tatsächlich im Zuge der Haushaltskonsolidierung eingebracht worden. Ausnahme war der Freundeskreis Halle, der sich auch beim jüngsten Christkindlesmarkt präsentierte – und zwar in der Kulturhütte.

Auch interessant: Rasen auf dem Karlsruher Friedrichsplatz hat unter dem Christkindlesmarkt gelitten

Diese wird von der Kampagne „Kultur in Karlsruhe“ betrieben. Unter anderem gibt es dort Informationen über die Programme der Theater und Museen. Die Verwaltung schlägt vor, den Freundeskreisen dort je ein Wochenende zur „Gast-Präsentation“ anzubieten. Die Kosten in Höhe von etwa 1.000 Euro wären dann aus Städtepartnerschafts-Mitteln zu tragen, heißt es.

FDP betont Bedeutung der Treffen

Die FDP betont in ihrem Vorstoß die Bedeutung der Treffen der Karlsruher in der Weihnachtszeit mit ihren Freunden aus den Partnerstädten. Die Fraktion verweist auf das Zeitalter europäischer Vereinigung und die Bedeutung grenzenloser, friedlicher Begegnung. Karlsruhe hat die Partnerstädte Halle, Nancy, Nottingham, Temeswar und Krasnodar.