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Zwei Tore verleihen Flügel: Torschütze Anton Fink (links) jubelt nach seinem Treffer zum 2:0 gegen Halle zusammen mit Marvin Pourié (Mitte) und Manuel Stiefler. | Foto: GES

Duell der Serientäter

Keine Partnerstadtgeschenke: KSC siegt in Halle und ist Herbstmeister

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Um nichts Geringeres als die Herbstmeisterschaft ging es für den Karlsruher SC im letzten Hinrundenspiel der Dritten Liga in der Karlsruher Partnerstadt Halle am Samstag. Im Duell der Serientäter zwischen dem Viertplatzierten Hallescher FC – sieben Partien ungeschlagen – und dem Zweiten KSC – sechs Spiele ohne Niederlage – gingen die Karlsruher dank eines Strafstoßes in Front und siegte am Ende mit 3:0(1:0).

Für den gelbgesperrten Marc Lorenz stand Kyoung-Rok Choi in der Startelf der Badener. Ansonsten blieb alles beim Alten.

Auch die Gastgeber waren sehr gut eingespielt. Auf Braydon Manu im Halleschen Dress galt es besonders aufzupassen. Flink brachte Manu (2.) den Ball in Richtung Karlsruher Tor und holte die erste Ecke heraus. Die wurde gleich gefährlich, und die Karlsruher waren froh, dass der folgende Kopfball von Sebastian Mai nur an die Latte ging und Benjamin Uphoff den nächsten Versuch festhielt.

KSC unter Druck

Die Gastgeber waren gut gestartet und setzten den KSC unter Druck. So war es wenig später erneut Manu (5.), der Halle in den Strafraum der Badener brachte. Von den Karlsruhern dagegen war offensiv noch nichts zu sehen. Vielmehr war man bemüht, die Gastgeber vom Tor fernzuhalten.

Mathias Fetsch (8.) kam jedoch nach Einwurf im Strafraum frei zum Volley-Schuss, der jedoch übers Tor flog. Erst nach 14 Minuten gab Marco Thiede den ersten Schuss aufs HFC-Tor ab, Keeper Kai Eisele klärte zur Ecke, die jedoch keine Chance brachte.

Tor per Elfmeter

Dagegen brachte ein Fehlpass die Gastgeber wieder an den Ball. Weiter war Halle am Drücker und die Karlsruher bekamen keinen Spielaufbau hin. Die Defensive war weiterhin gefordert.

Dann jedoch kam aus dem Nichts die Chance des KSC. Choi fiel nach Foul im Strafraum und Schiedsrichter Weickenmeier zeigte auf den Punkt. Anton Fink (20.) trat an und verwandelte zum 1:0 für den KSC.

KSC besser im Spiel

Das Tor gab dem KSC Auftrieb und man übte erstmals Druck aus. So brachte Choi die Kugel zu Marvin Pourié (27.), Keeper Eisele war jedoch zur Stelle und Pourié ohnedies im Abseits. Die Hausherren liefen jedoch ebenfalls weiter an und wollten sich für ihren Aufwand mit einem Treffer belohnen.

Die Abwehr des KSC stand jedoch nun besser und ließ Halle nicht mehr so vors Tor kommen wie zuvor. Erst Fetsch (33.) hatte die nächste Chance, Daniel Gordon konnte jedoch seinen Fuß dazwischen halten und wenig später war Uphoff  bei Fetschs (38.) nächstem Schuss zur Stelle.

Halle drängt weiter

Der KSC lauerte auf seine Chance, kam aber bis zum Pausenpfiff zu keiner gefährlichen Aktion mehr. Halle griff weiter an, überwand die KSC-Abwehr aber nicht mehr.

In Durchgang zwei drängten erneut von Beginn an die Hausherren. Zwar kam Fetsch (51.) nach Freistoß vor dem Tor zum Kopfball, er bekam jedoch zu wenig Druck hinter den Ball, sodass Uphoff keinerlei Schwierigkeiten hatte. Auf der Gegenseite scheiterte David Pisot nach Eckball am gegnerischen Abwehrspieler.

Fink zum Zweiten

Höhepunkte sahen die Zuschauer jedoch lange nicht. Die Partie verflachte langsam. Erst Mai (55.) ließ die Fans aufhorchen, als er den Ball aufs Tor brachte und Uphoff zur Ecke klärte.

Halle erhöhte den Druck, es fehlte jedoch der letzte Pass. Dann durfte sich der KSC bei Uphoff bedanken, als er Julian Guttaus (58.) Schuss entschärfte.

Auch die Karlsruher kamen zu ihrer Chance. Keeper Eisele (63.) rettete wenig später vor Pouriés Schuss nach Freistoß, bei dem er zudem im Abseits stand.

Anton Fink (64.) machte seine Sache wesentlich besser und schob mit der zweiten richtigen KSC-Chance im Spiel zum 2:0 ein.

Tabellenführer

Glück hatte der KSC im Anschluss, als Mai (68.) nur das Außennetz traf und den Anschluss verpasste. Zwar zappelte der Ball dann im KSC-Netz, aber es war ein Foul vorangegangen, der Treffer wurde abgepfiffen.

Halle machte weiter das Spiel, die Karlsruher Abwehr war gefordert. Richtige Chancen kreierten die Hausherren jedoch nicht. Burak Camoglu (82.) hätte dann sein Tor ebenfalls hinzu steuern können, scheiterte jedoch am Gästekeeper.

Herbstmeister

Halle warf weiter alles ins Spiel, blieb aber glücklos. Mehr Fortune hatte Pourié (86.) kurz vor Schluss, als er den Ball von der Mittellinie mitnahm und unhaltbar zum 3:0 einschob. Der KSC durfte seinen sechsten Sieg in Serie feiern.

Trotz des Ausgleichs des VfL Osnabrück bei Unterhaching bleibt der KSC punktgleich mit den Niedersachsen Tabellenführer und ist Herbstmeister der Liga.

KSC: Uphoff, Roßbach, Gordon, Pisot, Thiede, Choi (62. Röser), Stiefler, Wanitzek, Camoglu, Fink (83. Kobald), Pourié (90. Sane).