DIE FORSCHER DES KIT hatten gemeinsam mit Ulmer Kollegen auch ein Projekt zur Entwicklung neuartiger Energiespeicher ins Rennen um Fördermillionen geschickt - mit Erfolg. Foto: Tkotz/KIT

Erfolg bei Exzellenzstrategie

KIT darf wieder von Elite-Uni träumen

Anzeige

 

Jubel am Karlsruher Institut für Technologie (KIT): Zwei von vier Forschungsprojekten waren beim Exzellenz-Wettbewerb der deutschen Universitäten erfolgreich und werden nun bis zu zehn Millionen Euro jährlich an Forschungsmitteln erhalten – sieben Jahre lang. Und der Traum, dass Karlsruhe wieder in den Kreis der deutschen Elite-Unis aufsteigt, könnte somit im Juli 2019 Wirklichkeit werden: Wissenschaftsstandorte, die mindestens zwei Förderanträge bewilligt bekamen, können sich nun auch als gesamte Uni um den Exzellenz-Titel bewerben. Gekürt werden diese Spitzenuniversitäten im Juli 2019. Bis 10. Dezember muss das KIT nun sein Zukunftskonzept für dieses große Finale einreichen.

Karlsruhe  war von Anfang an mit starkem Engagement in den Wettbewerb gestartet: Acht Anträge hatte es ins Rennen geschickt, vier waren in die Endrunde gekommen. Erfolgreich waren nun die Projekte, die neuartige Energiespeicher jenseits der Lithium-Technologie entwickeln und neue Designmaterialien für den 3-D-Druck mit Hilfe der Nanotechnologie erschaffen sollen. Bei diesen Clustern arbeiten die KIT-Wissenschaftler mit Kollegen der Uni Heidelberg und Ulm zusammen.

88 Forschungsprojekte aus 13 Bundesländern hatten zuletzt noch einen Antrag im Rennen. 57 Exzellenz-Cluster wählte eine Jury von Wissenschaftlern nun gemeinsam mit den Forschungsministern von Bund und Ländern aus.  Baden-Württemberg war mit 18 Anträgen im Vergleich mit den anderen Bundesländern sehr stark vertreten. Insgesamt 14-mal waren die Unis aus dem Südwesten nun erfolgreich. Damit könnten im Sommer 2019  sogar sechs Universitäten aus Baden-Württemberg den Titel einer Exzellenz-Uni erringen beziehungsweise verteidigen: Das KIT und die Universitäten  Heidelberg, Stuttgart, Tübingen, Konstanz und Freiburg.

Heidelberg, Konstanz und Tübingen gehören derzeit schon zu den deutschen Elite-Unis. Sie waren bereits beim vorigen Auswahlverfahren im Jahr 2012 erfolgreich – damals verlor Karlsruhe den begehrten Titel. Herbe Enttäuschung machte sich damals am KIT breit.