Informatik-Professorin am KIT und nun auch Vorsitzende des deutschen Wissenschaftsrates: Dorothea Wagner.
Informatik-Professorin am KIT und nun auch Vorsitzende des deutschen Wissenschaftsrates: Dorothea Wagner. | Foto: KIT

Informatikerin Dorothea Wagner

KIT-Professorin an Spitze des deutschen Wissenschaftsrates gewählt

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An der Karlsruher Elite-Universität lehrt sie Informatik – und nun ist sie an die Spitze jener Organisation gewählt worden, die maßgeblich über den Exzellenz-Wettbewerb der deutschen Universitäten entscheidet: Dorothea Wagner ist neue Vorsitzende des Wissenschaftsrates (WR). Die 62-jährige Professorin des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) führt damit die Organisation, die oft als einflussreichste Wissenschaftsorganisation in Deutschland bezeichnet wird.

Das Gremium berät Bund und Länder bei wissenschaftspolitischen Entscheidungen. Als größte Herausforderung für die Wissenschaft nannte Wagner im Deutschlandfunk die Digitalisierung – ein Fachgebiet, auf dem die Informatikerin zu Hause ist.

„Es wird in den nächsten Jahren verstärkt darum gehen, wie sich die Wissenschaft im Zeitalter der Digitalisierung verändert“, erklärte Wagner. „Auf diesen Schwerpunkt möchte ich mich als WR-Vorsitzende konzentrieren.“

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Dorothea Wagner bereits mit Konrad-Zuse-Preis ausgezeichnet

In der Männerdomäne der Informatik hat die Karlsruher Professorin erst vor kurzem einen großen Erfolg verbucht: Als erste Frau erhielt sie den renommierten Konrad-Zuse-Preis.

„Ihre Arbeit auf dem Gebiet der Informatik ist national wie international zukunftsweisend“, erklärte der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka, anlässlich der Wahl Wagners zur WR-Vorsitzenden. Seit 16 Jahren forsche Wagner an der Karlsruher Universität: „In dieser Zeit hat sie vor allem die Forschung zu Algorithmen in herausragender Weise geprägt.“

Wagner war die einzige Kandidatin für das Spitzenamt im Wissenschaftsrat. Sie sei einstimmig gewählt worden, erklärten KIT und Wissenschaftsrat. „Ich bin überzeugt davon, dass sie die richtige Persönlichkeit ist, um zur Stärkung der Wissenschaft in Deutschland maßgeblich beizutragen“, ließ KIT-Präsident Hanselka mitteilen.