Mendelssohnplatz
KEINE BAHN kommt mehr durch die neue Baustelle Mendelssohnplatz. Schon wird aber der Platz für die Fundamente bereitet, auf denen in den nächsten Monaten eine Behelfsgleisbrücke installiert wird. | Foto: Sandbiller

Bahngleise sind unterbrochen

Kombi-Baustellen ziehen von Tor zu Tor

Anzeige

Kombi-Bau-Dorado

Der Mendelssohnplatz ist die neue Großbaustelle für die Kombilösung. Gleichzeitig entschärft sich die Situation am Kombi-Bau-Dorado Durlacher Tor. Dort rollen erstmals seit fünf Jahren wieder die Straßenbahnen auf der Direkt-Achse Kaiserstraße/Durlacher Allee geradeaus.

Tunnelbaustelle Mendelssohnplatz bis 2020

Am Mendelssohnplatz, früher das Rüppurrer Tor, aber ist es erst mal aus mit dem Straßenbahnverkehr. Bis 2020 wird der Autotunnel Kriegsstraße in diesen Verkehrsknoten eingebaut.

Nord-Süd-Barrikade

Dank des geringen Verkehrsaufkommens mitten in den Sommerferien kam es am Montagmorgen zu keinen Staus am Mendelssohnplatz und auf der Achse Kriegsstraße/Erhardboulevard. Was geht dort vorläufig nicht mehr? Den Straßenbahnen ist der Weg verbarrikadiert. Die Nord-Süd-Achse Kronenplatz – Hauptbahnhof ist bis Mitte November unterbrochen.

Provisorische Brücken

Dann sollen sich provisorische Gleisbrücken am Mendelssohnplatz über die Baugrube für den Autotunnel spannen. Bis in den Nebelmonat müssen die Bahnen die Großbaustelle Mendelssohnplatz auf dem Südostgleis zwischen der Rüppurrer Straße (Abzweig Philipp-Reis-Straße) und der Durlacher Allee beim Alten Schlachthof umfahren.

Baustelle Karlsruhe
NEUE BEHINDERUNGEN treffen die Verkehrsteilnehmer in Karlsruhe. Am Mendelssohnplatz wird der Autotunnel unter der Kriegsstraße gebaut. | Foto: Sandbiller

 

Auch der Autoverkehr ist jetzt am Mendelssohnplatz schwer beeinträchtigt: Gar nichts geht dort mehr von der Rüppurrer Straße aus. Auch von der Fritz-Erler-Straße kommend kann man nicht mehr über die Kreuzung rollen, nur das Rechtsabbiegen in die Kriegsstraße ist möglich.

Ost-West-Beziehung offen

Trotz der Baustelle bleibt für den Hauptverkehr auf der Kriegsstraße in Ost-West-Beziehung der Knoten jeweils zweistreifig offen. Allerdings ist die Fahrbahn verengt. Abbiegen kann man dort von der Kriegsstraße jeweils nur nach rechts. Schon stemmen riesige Presslufthammer den Asphalt zwischen den Schienen auf, Bagger reißen die Gleise raus und werfen sie auf bereitstehende Laster.

 

Durlacher Tor
FREIE BAHN: Karlsruhes Nahverkehrszüge können am Durlacher Tor wieder den direkt aus der Durlacher Allee (hinten rechts) gen City rollen. Das Gleis zum Hauptfriedhof (links) ist noch gesperrt. | Foto: Sandbiller

Direkte Beziehung

Szenenwechsel, 300 Meter von der wachsenden Baustelle Rüppurrer Tor hat das Schrumpfen der Sperrflächen am Durlacher Tor begonnen: Auf die Freigabe des Direktgleises Kaiserallee/Durlacher Allee folgt in zwei Wochen zum Schulauftakt die Wiedereröffnung der Schienenverbindung Durlacher Tor/Hauptfriedhof/Hirtenweg.

Baustelle beim Friedhof

Am Durlacher Tor selbst liegen bereits die neuen Schienen dieses Abzweigs, noch einiges ist aber am Gleisbett und an der Haltestelle zu tun. Zudem kann diese Schienenverbindung in die Waldstadt, nach Hagsfeld und weiter nach Stutensee gar nicht sofort wieder eröffnet werden, weil der große Schienenaustausch beim Hauptfriedhof noch Zeit braucht.

Baustellenlandschaft bis Jahresende

Zudem sind beide unfertigen Haltestellen am Durlacher Tor noch Wochen so eingebettet in eine Baustellenlandschaft mit vielen Absperrungen, dass sie für die Fahrgäste gar nicht erreichbar wären. „Die beiden Haltestellen am Durlacher Tor werden erst im Dezember in Betrieb genommen“, erklärt Achim Winkel, Pressesprecher der Kombi-Bauherrin Kasig.

Funktioniert bald wieder

Dann soll überhaupt das ganze Durlacher Tor wieder komplett funktionstüchtig sein. Nur an den Rändern des Verkehrsplatzes muss dann noch gefeilt werden. Die eigentliche Gestaltung der Kernfläche samt einer neuen Hangverbindung des Durlacher Tors mit dem Bernhardusplatz nach dem Wettbewerb für die neue Kaiserstraße kommt erst in einigen Jahren.

U-Station Durlacher Tor

Bekommt das Durlacher Tor wieder seine zwei oberirdischen Straßenbahnhaltestellen, dann soll das Fünf-Jahres-Provisorium „Haltestelle Universität“ am Ostende der Kaiserstraße gestrichen werden. Die eigentliche Station „Durlacher Tor“ mit 100 Meter langen Bahnsteigen und Kunstwerken an Steinplattenwänden wird gerade zehn Meter unter der Oberfläche ausgebaut. Geht der aktuelle Wunsch der Kombi-Planer in Erfüllung, dann hält dort Ende 2020 der erste U-Strab-Zug.